FOTO: Bludau
Dorsten (eib). Der Altbau hat seit seiner Grundsanierung 36 Jahre auf dem Buckel, in dieser Woche gab es den ersten Spatenstich für einen Neubau der Hauptfeuerwache: Unmittelbar an der Straße Wienbecke im Marienviertel wird für 12,6 Millionen Euro auf einem 14.000 qm großen Grundstück das Gebäude innerhalb eines Jahres entstehen. So jedenfalls sind die Planungen.
Der alte Standort an der Marienstraße hat dann fast 100 Jahre hinter sich (ursprünglich 1911 erbaut) und war nicht mehr optimal ans Straßennetz angebunden. In den letzten Jahren hatte die Stadt noch einmal 1,4 Millionen und viel Eigenleistung der Freiwilligen in das alte Gebäude gesteckt, seit 2002 sucht Dorsten nach einer neuen Lösung, die in dieser Woche in die Tat umgesetzt wurde.
Immerhin hat die Feuerwehr 171 qkm Stadtfläche zu versorgen. Dafür stehen neben der Berufsfeuerwehr (74 Kräfte) noch 350 Freiwillige in acht Löschzügen zur Verfügung.
Am neuen Standort werden neben der Berufswehr (die ständig mit 21 Kräften im Dienst ist) auch noch der Löschzug Hervest der Freiwilligen Wehr (65 Mitglieder), die Notärzte und die beiden Jugendfeuerwehren (zusammen 50 Mitglieder) stationiert. Außerdem hat das Gelände einen Hubschrauber-Landeplatz und eine Übungsfläche.
Im neuen Gebäude stehen 4500 qm zur Verfügung und damit deutlich mehr als an der alten Stelle (2500 qm). So dass jedes der 22 Fahrzeuge hinter einem eigenen Tor stehen kann (an der alten Stelle gab es nur zehn Tore und entsprechenden Rangierbedarf). Das Ausrücken soll künftig nur noch eine Minute dauern.
Der hat gefrorene Boden beim Spatenstich in dieser Woche war durchaus symbolträchtig: Für die Stadt war das (auch) finanziell eine harte Sache. Sie ist ohne genehmigten Haushalt und steckt fast all ihr Geld in diesen Neubau. Dafür müssen andere Wünsch zurückstehen. Und Dorsten muss den Neubau komplett aus eigener Tasche bezahlen, weil es keine Landeszuschüsse mehr gibt. Stattdessen hat das Land die jährliche Pauschale erhöht.
Damit muss auch noch das alte Gerätehaus der Altstadt-Feuerwehr im Lippetal saniert werden.

