Datteln (mc). Aufatmen können die Mitarbeiter der Zinkhütte Ruhr-Zink zwar noch nicht, aber es erscheint ein Silberstreif am düsteren Horizont. Es hat sich ein Interessent gefunden, der ernsthaftes Interesse am Erwerb des Unternehmens hat. „Ich sehe eine Möglichkeit. Es ist schön zu wissen, dass es weiter gehen könnte“, äußerte sich Bürgermeister Wolfgang Werner im Gespräch mit dem Sonntagsblatt. Er ist verhalten optimistisch. „Das Weitere werden die Zahlen zeigen“, erklärte das Stadtoberhaupt. „Der Gutachter hatte zunächst das Unternehmen in die roten Zahlen gerechnet. Mit dem Konzept des Betriebsrats und der leitenden Angestellten liegt nun eine Alternative vor, die der Gutachter erneut prüfen wird.“ Ein entscheidendes Kriterium für die Rettung der Zinkhütte ist der Strompreis. Zu diesem Thema hatte der Verwaltungschef Vertreter von E.on und der Zinkhütte an einen Tisch gerufen. Hier scheint sich ein positives Ergebnis für Ruhr-Zink abzuzeichnen. „Wenn Verbrauchsspitzen wie zur Mittagszeit dadurch ausgeglichen werden können, dass das Unternehmen in der gleichen Zeit den Stromverbrauch verringert und dadurch keine zusätzlichen Kapazitäten angezapft werden müssen, kann E.on dem Unternehmen preislich entgegen kommen.“ Das aber sei Verhandlungssache zwischen Ruhr-Zink und E.on, stellt Werner klar.
Ab Montag laufen die Gespräche mit dem Interessenten und der GEA-Group. Heruntergekrempelt hat Wolfgang Werner seine Hemdsärmel noch nicht, doch er blickt zuversichtlich in die Zukunft der Zinkhütte.

