Herten. Die Bezirksregierung Münster bewilligt der Stadt Gelsenkirchen 380.000 Euro für die Erarbeitung eines interkommunalen integrierten Handlungskonzeptes für den Bereich Gelsenkirchen-Hassel und Herten-Westerholt/Bertlich. Auch erste Starterprojekte sollen mit der Zuwendung im Rahmen des Modellvorhabens Soziale Stadt finanziert werden.
Das auf der Stadtgrenze liegende Bergwerk Lippe wird Ende des Jahres geschlossen. Hiervon sind die benachbarten Stadtteile Hassel und Westerholt unmittelbar und erheblich betroffen. Schon jetzt ist dieser Bereich geprägt von städtebaulichen, sozialen und strukturellen Problemen. Auch die Folgen der Schließung des Bergwerks sollen aufgefangen werden. Hierzu vereinbarten die beiden Städte, ein interkommunales integriertes Handlungskonzept zu entwickeln.
In koordinierter Zusammenarbeit erhoffen sie sich so, die Zukunftsfähigkeit der Stadtteile zu sichern. Zukünftig sollen industrielle Altstandorte entwickelt, der Wohnungsbestand und das Wohnungsumfeld verbessert sowie die lokale Ökonomie und das bürgerschaftliche Engagement gestärkt werden. Gleichzeitig sind ergänzende und integrierte Bildungsangebote für Menschen mit Migrationshintergrund geplant.
Um eine größtmögliche Akzeptanz der interkommunalen Stadterneuerung zu erzielen, werden die in den Stadtteilen lebenden und wirkenden Bürger, Institutionen und Akteure intensiv an dem Erarbeiten des Handlungskonzeptes beteiligt. Die Kosten für das Konzept und erste konkrete Projekte wie der Bau von generationsübergreifenden Aufenthaltsangeboten in Westerholt belaufen sich auf 475.000 Euro – die Bezirksregierung Münster bezuschusst dies mit 380.000 Euro.

