Dorsten. „Ein medizinisches Grundangebot darf auch in ländlichen Regionen oder Flächenstädten kein Luxus sein“, wettert CDU-Bundestagskandidat Sven Volmering. Gemeinsam mit dem CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Tobias Stockhoff und der Rhader Ortsunion hat sich Volmering an den Dorstener CDU-Patenbundestagsabgeordneten Philipp Mißfelder gewandt. Der Grund ist die Stilllegung des Röntgengerätes vom Rhader Allgemeinmediziner Dr. Friedrich-Carl Heine. Diese Entscheidung beruhe zwar auf Gesetzen, diese seien aber für den Patienten nicht nachvollziehbar. „Nehmen sie doch billigend in Kauf, dass Bürger aus Dorstens nördlichen Stadtteilen bei einem Verdacht auf Knochenbruch gleich ins 15 km entfernte Zentrum fahren müssen. Das kostet Zeit, Geld und Nerven“, so Stockhoff.
Mißfelder, der bei allen Abstimmungen im Bundestag gegen die Gesundheitsreform gestimmt hat, zeigte sich dankbar für den Hinweis: „Hier ist für mich wieder ein klares Beispiel dafür, dass große Teile der Gesundheitspolitik in unserem Land den Beitragszahlern immer mehr aufbürdet, die Leistungen dafür aber immer weiter eingeschränkt werden. Insbesondere für die Bevölkerung auf dem Land.“
Für den Abgeordneten sei aber auch die Entscheidung des gemeinsamen Ausschusses von Kassenärztlicher Vereinigung und Krankenkassen nicht nachvollziehbar. „In diesem Fall steht das Gerät nicht still, weil Technik oder Qualifikation des Arztes bemängelt wurden, sondern einzig und alleine, weil es abrechnungstechnische Gründe hat.“ Mißfelder will nun den zuständigen Fachpolitikern in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion diesen Fall vorlegen. „Eine schnelle Wiederinbetriebnahme zu versprechen, wäre zu populistisch. Dieses Beispiel muss aber in die Ausgestaltung von zukünftigen Gesetzen einfließen.“

