FOTO: Mengedoht
Herten. Seit dieser Woche laufen die Sicherungsarbeiten an der Schlosskapelle durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Es sollen nun die baulichen Mängel im Bereich der Kapelle beseitigt werden, die zu einer Überflutung der Räume führen könnten.
Mit vier Monaten Bauzeit müssen Besucher und Anlieger des Schlossparks rechnen. Zudem wird für diesen Zeitraum der Fußgängerweg von der Straße „Im Schlosspark“ zum nördlichen Eingang des Schlosses und des Café s gesperrt. Einige Teile rund um die Baustelle sind sichtbar abgesperrt. Das Schlosscafé bleibt über die Brücke erreichbar, allerdings müssen Fußgänger dafür von der Barockwiese aus zur Brücke gehen.
Die Baustelle wird von den Fahrzeugen ausschließlich über den Resser Weg und die Straße im „Im Schlosspark“ angefahren. Bevor die eigentlichen Arbeiten beginnen können, wird eine provisorische Straße angelegt, die mit Sand und Stahlplatten unterfüttert wird, um Baumwurzeln vor Beschädigungen durch Baufahrzeuge zu schützen.
Während der Bauarbeiten an der Kapelle und dem damit verbundenen Baustellenverkehr ist also in diesen Straßen mit einem erhöhten Lärmpegel und stärkeren Verkehraufkommen zu rechnen. Zudem kann eine Verschmutzung der Zufahrtstraßen nicht ganz ausgeschlossen werden.
Große Freude herrscht auch bei Bürgermeister Dr. Uli Paetzel und dem Förderverein Orangerie Herten: Endlich ist die langersehnte Förderzusage des Landes NRW eingetroffen. 12.600 Euro erhält die Stadt, um eine so genannte „Machbarkeitsstudie“ für die Orangerie durchzuführen. Durch die Machbarkeitsstudie soll geklärt werden, in welchem Rahmen die historische Orangerie im Hertener Schlosspark saniert und künftig genutzt werden kann.
„Wir sehen uns dadurch unserem großen Ziel ein Stück näher: die Orangerie wieder aufzubauen“, so Susanne Fiedler und Horst Urban vom Förderverein Orangerie. Auch der Bürgermeister ist optimistisch: „Wenn wir ein überzeugendes Konzept zur weiteren Nutzung der Orangerie auf den Tisch legen können, bin ich sicher, dass uns das Land NRW auch weiter unterstützen wird.“
Der Haupt-und Finanzausschuss der Stadt hatte in seiner Sitzung im Juni den Beschluss gefasst, das Planungsbüro Pfeiffer Ellermann und Preckel GmbH aus Lüdinghausen mit der Machbarkeitsstudie zu beauftragen. Die Auswahl des Planungsbüros erfolgte in enger Abstimmung mit dem Förderverein Orangerie, der sich – ebenso wie die Stadt Herten – mit einer Summe von über 6.300 Euro an der Finanzierung der Machbarkeitsstudie beteiligt.
Nachdem auch die Gremien des Landschaftsverbandes der Eigentumsübertragung des Schlossparks an die Stadt zugestimmt hatten, konnte der Auftrag jetzt erteilt werden. Laut Förderbescheid ist die Machbarkeitsstudie noch in diesem Jahr zu erarbeiten. Auch die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Förderverein. In den nächsten Tagen wird das Planungsbüro einen detaillierten Zeitplan aufstellen.

