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Erstes Windrad in Marl


Bild: Als Modell schon fertig: In Sinsen wird das erste Marler Windrad aufgestellt.

Marl. In Marl baut SL Natur-Energie das leistungsstärkste Windrad der Region. Abgebaut wurde die vorhandene Anlage unmittelbar nebenan – auf Erkenschwicker Gebiet.

Die Vorbereitungen für das Fundament sind in vollem Gange: 25 mal 5 Meter misst die Grube, deren Grund zwei Bagger mit Kalkstein-Schotter füllen. Stabil soll sie stehen – die 135 Meter hohe Anlage vom Typ Enercon E-101. Sieben Millionen Kilowattstunden wird die erste Windenergieanlage auf Marler Stadtgebiet laut Prognose einmal liefern. Genug, um 2.000 Drei-Personen-Haushalte mit Strom zu versorgen – oder umgerechnet sieben Prozent der Marler Bewohner.

Die Marler Anlage ist als Gemeinschaftsprojekt konzipiert: Die Bürger können sich finanziell beteiligen und von den Energieerträgen profitieren. Sie geben dabei der Betreibergesellschaft ein Darlehen und werden dafür mit Zinszahlungen am Gewinn der Stromerlöse beteiligt. Die genauen Konditionen gibt SL Natur-Energie auf einer Informationsveranstaltung im April bekannt.

Mit der ersten Windenergieanlage gehe der traditionelle Bergbau-und Chemiestandort Marl als gutes Beispiel für den Klimaschutz und den energetischen Strukturwandel in Nordrhein-Westfalen voran, so das Unternehmen.

Die Marler Anlage wird im Jahr rund 6.000 Tonnen CO2 einsparen. Das entspricht dem Jahresaus-stoß von 3.000 modernen Mittelklassewagen mit einer Laufleistung von 15.000 Kilometern.

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