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Mitten durch die Industriekultur

Vest (art). Wandern bis die Füße weh tun. Wer das Vest zu Fuß erleben will, tut gut daran, sich einem erfahrenen Wanderführer anzuschließen.

Adelheid und Horst Fromme (74 und 76) aus Marl haben genau diese Erfahrung: Seit 25 Jahren führen sie für den Sauerländischen Gebirgsverein Touren. „Von drei bis 18 Kilometer ist alles dabei“, erzählt Adhelheid Fromme. Dabei führen die Routen gar nicht hauptsächlich durch den Wald: „Wir leben und wandern im Ruhrgebiet – von der Halde Hoheward bis hin zur Herner Mark war schon fast alles dabei.“ Bei seinen acht Wanderungen im Jahr wird das Ehepaar von bis zu 30 Personen begleitet.

„Laufen hält fit“, weiß Horst Fromme und seine Augen leuchten. Mit seinen 76 Jahren weiß er, wovon er da spricht. Ansonsten, erzählt Herr Fromme, laufen Menschen zwischen 40 und 86 Jahren mit. „Das Einstiegsalter ist für den Verein schon ein Problem. Viele kommen erst dazu, wenn Die Kinder aus dem Haus sind. Junge Menschen haben wir im Verein fast gar keine.“

Wie kommt man dazu, Wanderführer zu werden? „Damals sind wir ein paar Mal mitgelaufen. Dann hat sich das so ergeben“, erinnert sich Adelheid Fromme. In der Gruppe mache das Ganze einfach mehr Spaß. Trotzdem: So eine Wanderung benötigt einiges an Vorbereitung. „Die Routen müssen geplant und abgelaufen werden – um zu gucken, ob die Wege noch gut sind. Und um Abkürzungen zu finden, falls es einmal regnet.“

Wie schneidet das Ruhrgebiet als Wanderregion im Vergleich ab? Frau Fromme: „Wir sind hier sehr gerne unterwegs. Ja: In Österreich ist hinter jeder Ecke ein neues Panorama. Aber diese Steigungen sind dafür auch anstrengend.“

Informationen unter sgv-marl.de, oder bei Helmut Kühnemann, Tel: 02365/983007

BZ Keine Angst vor der etwas anderen Route: „Wir sind hier gerne unterwegs“, versichern Adelheid und Horst Fromme (74, 76)

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