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Kinder erforschen die heimische Flora und Fauna

Herten (mc). Einmal im Monat beweist Beate Hölzemann Nervenstärke. Denn dann hat die engagierte Naturschützerin einen Termin mit bis zu 14 sieben- bis zehnjährigen Kindern. Hierbei handelt es sich um die Jugendabteilung des Naturschutzbundes (NABU). Entstanden ist die Idee vor vier Jahren. „Ich habe mich gefragt, was ich Sinnvolles mit meiner Freizeit anstellen kann und das ist dabei herausgekommen“, lacht die 47-Jährige und stellt sofort fest: „Und was gibt es Sinnvolleres als sein Wissen den Kindern weiterzugeben?” Und die Knirpse machen begeistert mit. „Natur erforschen“, ruft Bastian auf die Frage, was in der Gruppe anliege. Merle und Steffi ergänzen: „Wir haben letztens nach den Raupen in den Brennesseln gucken wollen, aber da waren so gut wie keine, weil es so lange so kalt war.“ Also galt es zu improvisieren. Und so haben die Kids Brennessel-Blätter gesammelt und anschließend Tee gekocht. Die Erinnerung daran lässt Carina immer noch das Gesicht verziehen. „Aber der Salat war lecker.“

Mit verschiedenen Spielen und Projekten nähern sich die Kinder der Flora und Fauna vor allem im Schlosspark. Hier können sie Fledermäuse erforschen, sich dem Vogel des Jahres widmen und die Angst vor Spinnen verlieren. Wenn sie Ausstellungen planen oder basteln wollen, ziehen sie sich ins Kellergewölbe des Schlosses zurück, den der NABU zur Verfügung stellt. Aber das ist äußerst selten, viel lieber halten sich alle im Freien auf.

Für dieses Engagement hat Beate Hölzemann mitsamt „ihren“ Kindern jetzt den Bürgerpreis erhalten. Bürgermeister Dr. Uli Paetzel lobte das Engagement und freute sich, auch die Kinder begrüßen zu dürfen.

Beate Hölzemann und die Kinder freuen sich über die Auszeichnung. „Das ist eine tolle Anerkennung“, sagt die zweifache Mutter schlicht und sucht noch Mitstreiter für weitere Gruppen.

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