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Mit 95 „Sachen“ durch Westerholt

Raser haben verblüffende Entschuldigungen parat

Herten. Ziemlich überrascht nahmen die Beamten der Polizeiwache Herten am Mittwoch zur Kenntnis, mit welchen Entschuldigungen drei Autofahrer ihre deutlich überhöhte Geschwindigkeit erklären wollten.

An der ersten Messstelle auf dem Innenstadtring waren gleich die ersten beiden Fahrzeuge um kurz vor acht erheblich zu schnell. Die Messung wurde dort zur Schulwegsicherung durchgeführt. Die Erklärung der Fahrerin und des Fahrers, die jeweils mit 77 km/h unterwegs waren: „Ich muss mein Kind schnell zur Schule bringen.“
Ein Polizeisprecher: „Nach eingehenden Aufklärungsgesprächen haben beide hoffentlich verstanden, dass sie damit nicht nur sich selbst, sondern auch andere Schüler gefährden, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind.“ Beide bekommen eine Anzeige. Die Kinder zogen es vor, die letzten 200 Meter zur Schule zu laufen.

Trauriger Rekord dieser morgendlichen Messung: In Westerholt wurde ein Pkw-Fahrer angehalten, der mit 95 km/h durch die geschlossene Ortschaft fuhr. Sein erstaunter Kommentar: „Ich habe das Auto erst seit gestern. Der hat 170 PS. Ich war selbst überrascht, wie schnell der beschleunigt.“ Neben einer hohen Geldbuße und vier Punkten in Flensburg wird der Mann wohl auch für mindestens einen Monat auf seinen Führerschein verzichten müssen.

Die Messungen, auch zur frühen Stunde, werden weiter fortgeführt. Appell an alle Fahrzeugführer: Nehmen Sie Rücksicht auf die anderen Verkehrsteilnehmer und halten Sie sich an die Geschwindigkeitsbeschränkungen.

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