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Hertie-Schließung: Bestürzung im Marler Rathaus

Marl. Mit großem Bedauern und Unverständnis hat Marls Bürgermeisterin Uta Heinrich auf die Entscheidung des Insolvenzverwalters und der Hertie-Geschäftsführung reagiert, die Filiale im Marler Stern aufzugeben. Auch sie wurde nicht im Vorfeld, sondern erst nachträglich über diese Entscheidung informiert.

Dies sei aus ihrer Sicht besonders bedauerlich, so die Bürgermeisterin, „weil meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung und auch ich uns in den vergangenen Wochen wiederholt mit positiven Informationen zum Standort Marl an den Insolvenzverwalter gewandt haben. Wir haben mehrfach den Hinweis an den Insolvenzverwalter gegeben, dass aus unserer Sicht vor einer endgültigen Standortentscheidung ein Gespräch über die spezifischen örtlichen Rahmenbedingungen sinnvoll und erforderlich wäre. So haben wir beispielsweise verschiedene sozioökonomische Standortdaten weitergeleitet und unser Interesse daran geäußert, jegliche städtische Unterstützung im Hinblick auf eine positive Standortentscheidung in das laufende Verfahren einzubringen.“

In einem offenenSchreiben an den Geschäftsleiter des Marler Warenhauses, Herbert Hüls, und die Mitarbeiter bringt Heinrich ihre Sorge um den drohenden Arbeitsplatzverlust zum Ausdruck. Sie schreibt:

Sehr geehrter Herr Hüls,

mit großem Bedauern habe ich die Entscheidung des Insolvenzverwalters und der Hertie-Geschäftsführung zur Kenntnis genommen, die Filiale im Marler Stern aufzugeben.

Ich bin enttäuscht von dieser Entscheidung, weil unsere Marler Hertie-Filiale nachweislich ein wichtiger Magnet und starker Frequenzbringer für den gesamten Marler Stern ist. Als langjährige Kundin bin ich auch deshalb von der Entscheidung enttäuscht, da die Beschäftigten von Hertie Marl – die ich zum Teil persönlich kennengelernt habe -nach meiner Erfahrung seit vielen Jahren eine außerordentlich gute, kundenorientierte und engagierte Arbeit leisten.

Sehr geehrter Herr Hüls, ich bitte Sie, diese Anerkennung an Ihr Team weiterzugeben, und Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mitzuteilen, dass wir wegen der drohenden Arbeitsplatzverluste in großer Sorge sind. Zu meinem großen Bedauern ist es dem Insolvenzverwalter nicht gelungen, die Hertie-Filiale im Marler Stern zu sichern. Ich versichere Ihnen, dass der Einzelhandel in unserer Stadt mir sehr am Herzen liegt und ich mich weiterhin mit meiner ganzen Kraft dafür einsetzen werde, den Einzelhandel in Marl zu stärken und die Voraussetzungen für die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze zu schaffen.

Ich wünsche Ihnen, sehr geehrter Herr Hüls, sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Hertie in Marl jetzt viel Kraft, um in dieser schwierigen Situation nicht zu verzagen und wieder neue Hoffnung für die Zukunft zu fassen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre

Uta Heinrich

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