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Von Stars, Sternchen und großen Premieren

Marl (fk). Marl hat die Ehre. In diesem Jahr werden die Ruhrfestspiele um zwei Spielstätten reicher. Nicht nur die Bürgermeisterin Uta Heinrich ist begeistert: beide Spielstätten liegen in Marl! Das Theater und die Grubenausbauwerkstatt können sich dieses Mal zu den zehn anderen Aufführungsorten gesellen.

Der Auftakt für Marl ist auch gleichzeitig eine Deutschlandpremiere. „Nebbia“ ist der Titel dieses Stückes. Unter der Regie des Italieners Daniel Finzi Pasca wird der „Cirque Eloize“ mit atemberaubender Akrobatik eine Geschichte erzählen, die mehr aus Gefühlen besteht, als aus bloßer Handlung. Der Cirque Eloize wusste bereits 2005 mit seiner Aufführung „Nomade“ in Recklinghausen die Halle zu füllen und das Publikum zu begeistern. Die Premiere ist am 13. Mai im Theater Marl (TM).

Auch für die Freunde des politischen Theaters bietet das TM etwas. „Ein wahres Politikspektakel“, verspricht Festspielleiter Frank Hoffman mit dem Titel „Ein Volksfeind“. Autor ist der bekannte Henrik Ibsen, und zusammen mit dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg inszenierte Regisseur Jarg Pataki dieses Stück, was sich weit abseits von der „Political Correctness“ bewegt.

Zu guter Letzt ist noch ein echter Klassiker im Theater zu sehen. Die Verfilmung war eine der wichtigsten Rollen für den weltberühmten Schauspieler Cary Grant, in der er den erwachsenen Neffen zweier älterer Damen spielt, die alte Männer von ihrem Schicksal Leben erlösen. „Arsen und Spitzenhäubchen“ wird in Marl zu neuem Leben erweckt. Unter der Regie von Ulrich Waller können Eva Mattes und Angela Winkler ihrer Mordlust freien Lauf lassen. Cary Grants Rolle des Neffender alten Damen übernimmt Uwe Bohm.

Dich auch in der Halle der Grubenausbauwerkstatt Marlgibt es noch was zu sehen. Zum einen findet die Premiere des Stückes „Zornig geboren“ von Darja Stocker statt. Das Stück begleitet die 18-jährige Sophie in ihrem politischen Protest und Widerstand. Vor allem Jugendliche werden sich in ihrer Figur wohl wiedererkennen.

Passend zum Thema der Ruhrfestspiele „Nordlichter“ gibt es noch das Stück „Ich bin der Wind“ von Jon Fosse. Es erzählt die Geschichte zweier Männer in einem Segelboot im hohen Norden, die ein wichtiges Gespräch führen.

Für die Marler Premiere wird viel geboten. Hoffentlich kann es auch in den nächsten Jahren so fortgesetzt werden.

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