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Fusion der Musikschulen

Haltern (rk). Die Fusion der Halterner und Dülmener Musikschulen zum 1. Januar ist perfekt: In der vergangenen Woche unterzeichneten die Bürgermeister Bodo Klimpel und sein Dülmener Kollege Jan Dirk Püttmann sowie Halterns Beigeordneter Hans-Josef Böing die öffentlich-rechtliche Vereinbarung.

„Das heißt, dass wir ab dem 1. Januar eine Musikschule haben, die den Namen »Musikschule Dülmen und Haltern am See« hat“, erklärt Halterns Kulturreferent Georg Nockemann dem Sonntagsblatt auf Anfrage. „Wir haben einen Leiter statt zwei: Willi Hilgenberg, der jetzige der Musikschule Dülmen.“

Als Vorteile der Fusion nannte Nockemann einmal die Kostenersparnis, ohne dass die Qualität beeinträchtigt wird. Auch werde im Grunde das Angebot vergrößert. „So sind die Stärken der Halterner Schule die musikalische Früherziehung und in Dülmen, dass sie ein eigenes Sinfonieorchester hat. Dem wird zugute kommen, dass zukünftig auch Halterner Schüler die Perspektive haben, dort mitzuspielen. Da kann man die Qualität steigern.“

Beide Städte hatten eine eigene Gebührenordnung, jetzt gibt es teilweise Senkungen, aber auch Steigerungen. In Haltern sind die Änderungen mit mehr Rabattstaffeln größer. „Es gibt eine soziale Staffelung des Schulgeldes, das wird in Haltern vergrößert, aber der Spitzenpreis wird auch in einigen Bereichen erhöht.“

Neu ist in Haltern der zehnprozentige Einsteigerrabatt für das erste Unterrichtsjahr. „Der Sitz der Leitung der Schulen ist Haltern. Es ist auch sichergestellt, dass in beiden Städten Büros als Anlaufstellen vorhanden sind“, nennt Nockemann weitere Einzelheiten. Als bedarfsorientierte Einrichtung würden auch in den Ortsteilen Kurse angeboten, damit die kleinen Kinder nicht fahren müssen, sondern die Lehrkraft.

„Es gibt einen Grundkanon von beiden Musikschulen, der auch weiterhin von der einen Musikschule angeboten wird. Veränderungen sind: Trend zur Ganztagsschule und Verkürzung des Unterrichts von 13 auf 12 Jahre. Deshalb muss die Musikschule sehen, dass sie selber in die Schulen reingeht, was teilweise gemacht wird.“ Deshalb sollen auch Angebote in den Schulen selbst gemacht werden, beispielsweise „Jeki“ (Jedem Kind ein Instrument), das sich an die Grundschulen richtet und zurzeit nur in Haltern angeboten wird, weil das ein Landesprogramm NRW für die Kulturhauptstadt Essen Ruhr 2010 ist. „Das will man nach 2010 noch erweitern.“

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