Haltern (eib). Eine Kohlenlore ja, aber sie muss ja nicht unbedingt im Kardinal-von-Galen-Park stehen, meinte der Kulturausschuss. Deshalb soll nun ein geeigneter Standort gefunden werden, vielleicht an der alten B51, an der Zufahrt zu den Schächten 1/2 – wenn die Gewerkschaft einverstanden ist.
Groß sind diese Förderwagen ja nicht: 150 cm lang, 75 cm breit, 120 cm hoch. Aber sind sie so „typisch“ für die Stadt, dass einer gleich auf dem Kardinal-von-Galen-Platz stehen muss? Die Wählergemeinschaft Haltern protestierte im Vorfeld: In Haltern werde nicht gefördert und Lippramsdorf sei gerade Leidtragender von Bergsenkungen. Haltern sei Römerstadt, Seestadt und Naherholungsort.
Tatsächlich hat der Bergbau in der Stadt schon Spuren in Form von Loren hinterlassen: Auf dem Schulhof (250 m vom nun diskutierten Standort) steht schon eine, eine weitere in Hullern. Und der Park sei schon derart voll von Kunst, dass man selbst auf das Plätzchen in einer Ecke verzichten solle.
Nun soll mit der Gewerkschaft noch einmal über den neuen Standort geredet werden. Die will die Kohlenlore der Öffentlichkeit zur „Großen Bergtracht“ der Halterner Bergknappen im September 2009 übergeben. Wenn man sich nicht einig wird, soll eine Arbeitsgruppe einen passenden Standort finden. Dann könnte es aber schon wieder zeitlich eng werden.

