
Recklinghausen (sl). Das Prosper-Hospital in Recklinghausen und das St.-Elisabeth-Hospital in Herten haben sich unter dem Dach des Klinik-Verbundes Vest Recklinghausen GmbH (KVVR) zusammengeschlossen. Die Geschicke der Gesellschaft lenkt künftig ein gemeinsamer Aufsichtsrat. Der verschärfte Wettbewerb auf dem Gesundheistmarkt zwingt die beiden im Kern gesunden katholischen Häuser dazu, zusammen zu gehen.
Alleine, so Norbert Köster, der Geschäftfsüher des St.-Elisabeth-Hospitals, seinen beide Häuser nicht mehr zukunftsfähig – trotz des anerkannt hohen medizinischen und pflegerischen Standards der beiden Hospitäler. Nun will man gemeinsam eine Wachstumsstrategier verfolgen und mit abgestimmten Angeboten Patienten für beide Häuser gewinnen – denn obwohl beide Krankenhäuser nur gut sechs Kilometer auseinander liegen, sind sie keine Konkurrenten. Aus Herten nach Recklinghausen gehen die Kranken wohl ebenso wenig wie umgekehrt.
Die Patienten werden auch von den Sparmaßnahmen nichts merken, sie werden vor allem bei den Hintergrunddiensten, in der Verwaltung oder der EDV greifen – entlassen werden soll aber niemand. Stellentreichungen sollen über den normalen Personalwechsel geregelt werden – verlässt ein Mitarbeiter das Krankenhaus, wird sein Job nicht mehr ausgeschrieben, sondern eingespart.
Zusammen bilden die beiden Häuser eines der größten Krankenhausunternehmen im Ruhrgebiet: Mit einem Jahresumsatz von 100 Millionen Euro, an die 900 Betten und über 1.800 Mitarbeitern sind sie auch ein großer Wirtschaftsfaktor im nördlichen Ruhrgebiet.

