FOTO: Laurin
Recklinghausen (sl). John Blues, mit bürgerlichem Namen Hans Brandtner, ist stolz: Seine neue CD, sein erstes Soloprogramm, wird von Radiostationen in Frankreich und Dänemark gespielt und auch jenseits des großen Teiches ist Blues eine Nummer: In Chicago und Nashville spielen sie seine Musik. Gut, das „Lokalradio“, dass seine Musik größtenteils vom Computer bekommt, ignoriert ihn, aber das muss man angesichts der Belanglosigkeit der dortigen Musikauswahl wohl eher als Auszeichnung verstehen.
Blues spielt Blues – seit 20 Jahren, seit ein paar Jahren professionell. Der Weg dahin war für ihn nicht einfach, kam er doch eigentlich aus dem Heavy Metal-Bereich, damals in den 80ern. Doch dann, nach einer misslungen Probe, betrat er eine Blueskneipe und entdeckte für sich auch als Musiker den Blues.
Doch eigentlich wurde damit alles noch schwieriger. John: „Ich wollte immer eigene Stücke spielen, aber die meisten Musiker, die ich kannte, wollten immer die gleichen Traditionals spielen. Ich liebe ja auch Muddy Waters und all die anderen, aber Musiker sein hieß für mich auch immer, den eigenen Stil zu finden und selbst zu schreiben.“
Es dauerte lange, bis er die Musiker fand, mit denen er unter dem Namen „John O`Groats Band“ von 2003 bis 2006 die vier CDs „No time to lose“, „Another perfect day“, „Small world“ und „Somebody was somewhere“ veröffentlichte. Und dann, im Frühjahr dieses Jahres schließlich seine Solo-CD „Nobody«s child“. Die bewarb er über den Internetdienst MySpace – mit weltweitem Erfolg.
Für das nächste Jahr stehen nicht nur Konzerte im Ruhrgebiet an, auch Konzerte in den USA stehen für Blues auf dem Programm. Seine Musik, die zwar vom traditionellen Blues inspiert ist, aber auch Funk-und Soul-Elemente in sich vereint, kommt an, klingt frisch und zeigt dem Blues neue Perspektiven auf.
Für alle, die Spaß an Musik haben ist john Blues eine Entdeckung. Der Leidenschaft, die er ausstrahlt, kann man sich kaum entziehen.
Internet:

