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Wo sind Millionen für den Museums-Neubau?

Marl (eib). Nur noch bis zum Jahresende stehen die Landeszuschüsse für die Erweiterung des Skulpturenmuseums bereit – bis dahin muss mit dem Bau begonnen sein. Die Stadt selber wird sich an den Baukosten nicht direkt beteiligen. Den städtischen Anteil will der „Freundeskreis Habakuk“ aufbringen und der sammelt seit Jahren Spenden. Wie weit ist der Verein eigentlich, fragte der Stadtrat die Bürgermeisterin.

Auf der letzten Kulturausschuss-Sitzung hatte die Bürgermeisterin erklärt, spätestens zur Sommerpause müsse über die Erweiterung des Skulpturenmuseums entschieden werden – angesichts des dann erreichten Spendenstandes. Schließlich soll dieses Geld die Hälfte der Investitionen ausmachen.

Erbost setzte Friedrich Dechert (Wir für Marl) noch einen drauf. Er habe bereits eine Dienstaufsichtsbeschwerde geschrieben, weil seine Anfragen in dieser Sache seit zwei Jahren unbeantwortet seien. Außerdem beschwert er sich, dass die Spendensumme bereits als Fakt in den genehmigten Haushalt 2007 aufgenommen worden war.

Johannes Westermann (Grüne) widersprach: Regelmäßig würde über den Stand der Spendensammlung informiert. Aber: Öffentlich bekannt sind diese Zahlen nicht.

Die Bürgermeisterin präsentierte einen Brief des Freundeskreises Habakuk: „Die Gespräche sind hier im Gange und zeigen positive Tendenzen, sind aber noch nicht abgeschlossen.“ Dem sei nichts hinzuzufügen, meinte Uta Heinrich. Außer: „Es gibt schon Geld auf dem Konto.“

Hubert Schulte-Kemper (CDU) ging auf die Kosten von 6 Millionen Euro ein – rund das Doppelte, was ursprünglich vorgesehen war (Friedrich Dechert geht sogar von 8 Mio aus). Es müsse doch Möglichkeiten geben, eine abgespeckte Lösung für 3 bis 3,5 Millionen zu entwickeln. Außerdem solle man in Zukunft auch Eintritt nehmen (was die Bürgerliste Wir für Marl immer gefordert hatte).

Paul Wagner (Grüne) vermutete hinter der Diskussion den insgeheimen Wunsch, dass aus den ganzen Erweiterungsplänen nichts wird.

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