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Bisbu: Bergwerk soll Wort halten

Dorsten (om). „Die vom Bergwerk Lippe wiederholt verbreitete Meldung, dass die bergbauinduzierten Erdbeben bis zum April aufhören würden, ist leider falsch. Das behauptet jedenfalls die BürgerInitiative zum Schutz vor Bergbau-und Umweltschäden in Altendorf-Ulfkotte (Bisbu). Fast täglich würden die im Einwirkungsbereich des Bergwerks Lippe wohnenden Bürger in ihren Häusern rund um die Uhr durchgerüttelt. „Die Zumutbarkeitsgrenze wird täglich weit überschritten.“

Laut Erdbebenwarte Bensberg habe es bis zum 30. April 220 seismische Ereignisse mit einer Magnitude über 1 gegeben – 61 davon in Dorsten! Noch deutlicher wird die Belastung der im Einwirkungsbereich des Bergwerks lebenden Bürger, wenn man die vom Unternehmen selbst veröffentlichten seismischen Ereignisse näher betrachtet: Im gleichen Zeitraum wurden 256 Ereignisse veröffentlicht, gemessen in Schwingstärke von gerade spürbar bis stark spürbar (1,6 -6,3).

„Wir bitten außerdem zu berücksichtigen, dass die bergbauinduzierten Erdbeben neben vielen zusätzlichen bergbaubedingten Belastungen schon viele Jahre, abgesehen von kleinen Unterbrechungen, durchgängig andauern und auf die Bevölkerung nachhaltig einwirken.“ Bei vielen Bürgern lägen die Nerven blank – „sie fühlen sich krank und ausgebrannt“, erläutert Bisbu-Sprecher Klaus Wagner.

„Deshalb fordern wir die Verantwortlichen des BW Lippe nochmals auf, Wort zu halten, den Abbau zumindest gemäß den Vorgaben von Professor Sroka durchzuführen und unverzüglich über ein sofortiges Abbauende intensiv nachzudenken.

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