
Herten (red). Die CDU hat Anke Flemming als ihre Bürgermeisterkandidatin vorgeschlagen. Die parteilose Hertenerin sei „eine Kandidatin, die für das Amt der Bürgermeisterin positive Eigenschaften auf sich vereint und durch ihre politische Unabhängigkeit auch Wähler anspricht, die sich mit Parteiprogrammen nicht identifizieren können“, so die CDU. Als Bürgermeisterin sei sie losgelöst von parteilichen Überlegungen und könne die Stadt in die Zukunft führen.
Die 40-jährige Hertenerin wohnt – mit einer Unterbrechung – in ihrer Heimat und ist seit 15 Jahren in der Wirtschaft tätig. Sie ist Deponienachsorgeexpertin und Prokuristin bei einer AGR-Tochterfirma.
Sie habe sich zwar für Politik interessiert, erklärte sie, doch sie sei bislang nicht politisch tätig gewesen. Vor zwei Monaten hatte der Stadtverbandsvorsitzende sie erstmals angesprochen. Ein Programm hat die gebürtige Scherlebeckerin noch nicht, „es muss sich einiges in Herten bewegen“ ist ihr Leitgedanke. „Kampfgeist, Durchhaltevermögen und Zuversicht“ zeichne sie aus. Sie kündigte an, sie werde sich als nächstes bei den Ortsverbänden vorstellen. „Ich freue mich, dass es bald losgeht“, erklärte sie auf der Mitgliederversammlung der CDU Herten. „Ich glaube wird haben die zukunftsfähigen Konzepte für diese Stadt.“
Stefan Grave bekannte, die CDU habe einen mutigen Schritt getan, indem sie eine parteipolitisch unabhängige Kandidatin nominiert habe. Man wolle mit Anke Flemming eine Alternative zur SPD-Regierung sein. Die habe 60 Jahre lang gezeigt, dass sie nicht mit dem Strukturwandel umgehen könne.
Den Mitgliedern wird Anke Flemming bei einem Parteitag im Spätsommer vorgestellt. Die Hertener CDU hofft, kurzfristig auch andere Parteien und Wählergruppen zu einer Zusammenarbeit mit Anke Flemming bewegen zu können, „um so eine möglichst breite Unterstützung des bürgerlichen Lagers zu erreichen“.
Die Hertener FDP hat bereits erklärt, dass sie Anke Flemming unterstützen werde. Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Stefan Grave hofft, dass man in Herten noch weitere Unterstützung für die Kandidatin findet. „Wir haben mehr als eine gute Chance für einen Politikwechsel in Herten“ ist sich Anke Flemming sicher.

