Marl (om). Landrat Jochen Welt macht in einem Schreiben an Bürgermeisterin Uta Heinrich und die Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat deutlich, dass er das Projekt mit großem Interesse verfolgt und eine Realisierung vom Grundsatz her als Chance und Aufwertung für den regionalen Wirtschaftsstandort begrüßen würde. „Sollte das Projekt in den nächsten Jahren tatsächlich realisiert und auch nur annähernd die bislang angekündigten Arbeitsplatz-und Wirtschaftseffekte haben, wäre es sicherlich ein Gewinn für die Stadt und die Region“, schreibt Welt.
Der Landrat bringt aber auch seine Besorgnis zum Ausdruck, dass die Art und Weise der öffentlichen Diskussion und die daraus folgende Berichterstattung für das Projekt selbst, aber auch für das Ansehen des Kreises und der Region insgesamt schädlich sein können. Auch andere interessierte Investoren und Unternehmen würden das sicher sehr aufmerksam verfolgen und ihre Rückschlüsse ziehen.
Welt: „Vieles, was derzeit in der Öffentlichkeit an kritischen Auseinandersetzungen zwischen Verwaltung und Ratsfraktionen bekannt wird, ließe sich im Interesse eines fairen Umgangs miteinander und den Investoren besser intern in Ruhe aufklären und lösen. Ich möchte daher an Sie alle appellieren, unter Wahrung und Gewährleistung eines gemeinsam gestalteten, umfassenden und transparenten Informations-und Entscheidungsprozesses, das Projekt sachlich zu begleiten und nach Kräften zu fördern.“

