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Ruhr-Uni setzt weiter auf Prosper und Knappschaft

Das Knappschatfs-Krankenhaus in Recklinghausen. FOTO: Mengedoht

RE (sl). Neun Krankenhäuser im Ruhrgebiet schmücken sich mit dem Titel des akademischen Lehrkrankenhauses der Ruhr-Universität Bochum. In Recklinghausen zählen das Prosper und das Knappschaftskrankenhaus zu diesem Kreis.

Doch bei der Universität hat das Nachdenken über dieses Ausbildungsmodell begonnen. Der Grund: Bei einem Vergleich der klinischen Fakultäten in Deutschland landete die Ruhr-Universität Bochum vor kurzem nur auf dem 34. Platz – von 36. Zudem laufen die Verträge der größten Ruhrgebietsuniversität mit den Lehrkrankenhäusern aus – aus Sicht der Uni ein guter Zeitpunkt für einen Schnitt und neue Verhandlungen. Man will nicht dauerhaft auf einem der hinteren Plätze stehen, denn das ist in einer Zeit, in der Hochschulen zunehmend um (gute) Studenten und Hochschullehrer konkurrieren, fatal.

Ursprünglich wollte sich die Uni von allen Lehrkrankenhäusern trennen – was aber auf den Widerstand der Studenten stieß. Am Donnerstag einigten sich dann Professoren und Studenten im Fakultätsausschuss: Dort beschloss am ein umfangreiches Maßnahmenpaket zurVerbesserung der Ausbildung im klinischen Studienabschnitt beschlossen. In den Universitätskliniken werden so genannte Skills-Labore eingerichtet, in denen Studierende unter ärztlicher Anleitung praktische Fähigkeiten erlernen und üben werden können. Außerdem werden demnächst nur noch fünf statt bisher neun Lehrkrankenhäuser, darunter zwei neue, an der Ausbildung der Studierenden beteiligt sein. Zu denen gehören die beiden Recklinghäuser Kliniken. Kriterien für Auswahl der Krankenhäuser war ein Mindestangebot an Plätzen für das Praktische Jahr in den Kernfächern, das jeder angehende Mediziner absolvieren muss, ein geeignetes Wahlfachangebot, welches das Fächerspektrum der Universitätskliniken sinnvoll ergänzt, und vorhandene Kooperationsstrukturen. Auf der Basis dieser Kriterien sollen nun Vertragsverhandlungen mit dem Allgemeinen Krankenhaus Hagen, dem Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen, dem Prosper-Hospital Recklinghausen, dem Knappschaftskrankenhaus Dortmund und dem Marien-Hospital Witten aufgenommen werden.

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