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Haltern (rk). Die Autoren Walter Wübbe aus Sythen und Rudolf Marwitz aus Haltern stellten zum diesjährigen Jubiläum „1250 Jahre Sythen“ am Mittwoch vor dem Haus Sythen ihre neue Broschüre „Die Schlacht bei Sitnia“ vor. Untertitel: „800 Jahre unserer Heimat. Von Augustinus bis Karl dem Großen“. Ohne öffentliche oder private Unterstützung erstellten die beiden Heimatforscher diese 58 Seiten starke Schrift, die reichlich bebildert und für 5 Euro in der Halterner Buchhandlung Kortenkamp und bei der Postagentur Großwiele, Hellweg 17, erhältlich ist.
„Die Konfrontation der Franken mit den heidnischen Sachsen in der Nähe von Sythen im Jahr 758, Anlass für das diesjährige Jubiläum, ist ein Ereignis von historischem Rang, das Sythen einen Eintrag in die Geschichtsbücher bescherte. Es steht für die frühe Christianisierung des Münsterlandes und war den Chronisten eine Erwähnung in die Reichsannalen wert“, teilten die Autoren mit. Schriftquellen aus dieser Zeit lagen nur spärlich vor.
In der lokalen Geschichtsschreibung sei sehr wenig über die Jahrhunderte nach dem Abzug der Römer um 16 nach Christus bis zum Beginn der Sachsenkriege rund 800 Jahre später zu finden gewesen. Es wurden antike Schriftsteller, alte Chroniken, Berichte über Grabungsergebnisse im Raum Haltern und weitere Literatur zu Rate gezogen, um ein Bild der damaligen Zeit zu entwerfen.
So geht es in der Darstellung um die Fragen „Wie kamen die Sachsen nach Sythen? In welches Land kam Pippin 758? Wie lebten unsere Vorfahren vor 1.250 Jahren, welche Götter verehrten sie, wie bestatteten sie ihre Toten?“ Hilfreich waren für die Recherche archäologische Ausgrabungen rund um Haltern, die Aufschluss über das Leben germanischer Stämme des 7. und 8. Jahrhunderts an Lippe und Stever geben.
„Wir waren ein Jahr mit der Erstellung der Broschüre beschäftigt“, so Walter Wübbe zu der Schrift. „Wir sind der Ansicht, dass bei einem Jubiläum »1.250 Jahre Sythen« neben dem kulinarischen Spectaculum und einem historischen Festumzug ein Blick in die Geschichte nicht fehlen sollte“, begründen Wübbe und Marwitz die Herausgabe ihres Jubiläumswerkes.

