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Kulturfest soll einen Stadtteil verbinden

Marl (eib). Der ganze Stadtteil wird mitmachen: Hamm feiert am 17. Mai ein Kulturfest und beweist, was die Kulturvielfalt alles zu bieten hat: Zwei Dutzend Einrichtungen zeigen, was hier los ist.

Für manche ist der hohe Ausländeranteil kein gutes Zeichen. Für andere ist er eine spannende Angelegenheit. Auf jeden Fall aber ist es eine Herausforderung, die ein zusätzliches Engagement erfordert. Und deshalb war das Stadtteilprojekts „Brückenbauer“ gestartet worden. Vor zwei Jahren hatten es die Awo zusammen mit der Stadt ins Leben gerufen, um die Familien zu unterstützten und das Zusammenleben zu verbessern.

Das Kulturfest ist nun der erste Höhepunkt des Projektes. Rund um das Ernst-Reuter-Haus am Sperberweg geht es um Musik (von mittelalterlich über Hip-Hop bis zu orientalisch), um Aktion (von Modenschau, Wahrsagerei bis zu nostalgischen Spielen), um Sport (von Judo über Straßenfußball bis zum Fahrradparcours) und ums Essen (von Grillen, türkischen Backwaren und Waffeln bis zur Zuckerwatte). Der Aktions-Nachmittag geht von 14 bis 19 Uhr, für ihn wurde eigens der Nachtigallenweg gesperrt.

Der Anstoß kam von Günter Braunstein, dem Leiter der Marler Musikschule. Die Organisation hat Yasemin Cali, 31, eingestilt. Die Erziehungswissenschaftlerin arbeitet hier seit einem Jahr und hat eine „Integrationsagentur“, die vom Jugendamt unterstützt und von 20 Netzwerkpartnern begleitet wird. Seit Januar gibt es zwei weitere Migrationsfachdienste. Das Kulturfest bezieht generations-und kulturübergreifend den ganzen Stadtteil ein: Vom Kindergarten bis zur Realschule, vom Sportverein über das Gesundheitsamt bis zur Fatih-Moschee und den politischen Parteien. Polizei, Kleintierverein und Gewerkschaft sind ebenso dabei wie die Werbegemeinschaft und die Musikschule. Am Ende soll eines stehen: Kontakte und Freundschaften zwischen allen Beteiligten herzustellen.

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