Daumendrücken, Entsetzen, Hoffen und Bangen. Unsere kleine Bildserie zeigt die Stimmungsschwankungen der Fans beim Public Viewing in Recklinghausen am Freitag Nachmittag.
Vest. Eine Nation fieberte, jetzt ist sie verschnupft! Nach dem glänzenden Auftakt zur Fußball-Weltmeisterschaft, Begeisterung und schäumendem Jubel, wurde gestern die deutsche Fußballkunst erst mal gestoppt. Serbien war eine Stolperstufe auf dem Weg zum Weltmeisterschafts-Himmel. Nur ein 0:1 gegen Serbien!

Dieses Ergebnis wagte in den letzten Tagen kein Fußball-Fan vorauszusagen. Wer Realist war, der setzte auf einen schönen Sieg nach einem schönen Spiel.

Doch am Freitag kam alles anders. Die Sonntagnachmittags-Ruhe wandelte sich am frühen Nachmittag zu einer gespenstischen Stille auf den Straßen der Innenstädte. Eineinhalb Stunden Leiden.
Schreckensschreie in der Marler Grubenausbauwerkstatt, wo mehrere Hundert Fußballfans mitfieberten als seien sie direkt dabei. Dann das ernüchternde Ende des Spieles.
Guter Start
Ganz anders am letzten Wochenende. Vor dem Rathaus in Recklinghausen und im Galen-Park in Haltern war beim Public Viewing kein Bein an den Boden zu kriegen. Vier wunderschöne Tore, bei denen nicht nur Fußballfans vor Begeisterung die Tränen in die Augen schossen.
In Marl entlud sich der Jubel nach dem ersten Spiel mit einer Feier mitten auf der Kreuzung Bergstraße/Lipper Weg. Vor vier Jahren war der Lieblingsort der Leistungs-Trinker eine Kreuzung weiter (Bergstraße/Römerstraße). Die Polizei hatte das Geschehen großmütig im Griff. Jetzt gucken wir auf die nächste Station, Mittwochabend. Um 20.30 Uhr startet das letzte deutsche Vorrundenspiel. Wenn es gegen Ghana nicht reichen sollte, dann wäre der schöne Schein des ersten Spiels endgültig weggewischt. Fotos: Cornelius

