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Neuer SPD-Chef beklagt „zehn verlorene Jahre“

Marl. Die SPD hat einen neuen Vorsitzenden. Michael Groß hat das Amt wieder übernommen, Peter Wenzel konzentriert sich nur noch auf die Aufgabe als Fraktionsvorsitzender im Rat. Der insgesamt 35-köpfige Stadtverbands-Vorstand hatte nur ein einziges Mal zu entscheiden: Für die vier Posten der stellvertretenden Vorsitzenden gab es fünf Bewerber. Ansonsten gab es für jede Aufgabe auch nur einen Kandidaten.

Michael Groß, inzwischen in den Bundestag gewählt, beklagte die letzten zehn Jahre als „verlorene Jahre für Marl“ und erklärte, Marl brauche eine Zukunft mit Bergbau.

Werner Arndt, inzwischen Bürgermeister, legte nach dem Vorsitz im Ortsverein Drewer auch die Aufgabe als stellvertretender Stadtverbandsvorsitzender nieder. Er wolle nicht an der Spitze der Tagespolitik stehen. Arndt beklagte die finanzielle Verschlechterung der Stadt um 30 Millionen Euro, „auf die wir keinen Einfluss haben“. Unverständlich sei, dass alle Seiten die Notwendigkeit der „Sozialen Stadt Hüls-Süd“ sähen, die Stadt aber wegen ihrer Finanzlage den zehnprozentigen Anteil nicht tragen dürfe. Somit könne das Projekt nicht durchgeführt werden.

Peter Wenzel, der ausscheidende Partei-Vorsitzende, nannte die letzten vier Jahre eine schwierige Zeit mit Streitigkeiten. „Aber wir konnten uns erneuern und haben wieder zusammen gefunden.“

Bei den Wahlen der stellvertretenden Stadtverbandsvorsitzenden erhielten Axel Großer, Bettina Hartmann, Doris Schindler und Josef Heinen die meisten Stimmen. Außerdem wurden zwei Positionen neu geschaffen: Projektbeauftragter (für 75 Jahre Stadt Marl und 100 Jahre SPD Marl) wurde Brain Nickholz, Integrationsbeauftragter Sercan Heybetullah.

Gleich zweimal im Stadtverbandsvorstand vertreten ist übrigens Jens Vogel: Als Beisitzer für die Arbeitsgemeinschaft für Bildung und als Beisitzer für den Ortsverein Marl-Mitte. Aber er hat nur eine Stimme.

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