Werbe hier
Veröffentlicht in

Haussegen hängt schief bei den Bündnisgrünen

Karl Kneip (l.) mit Susanne Fiedler, Dr. Christiane Bömke,
Joachim Jürgens sowie Martina Herrmann.

Herten (mc). Bei den Bündnis 90/Die Grünen hängt der Haussegen mehr als schief. Zeigte sich Bürgermeisterkandidat Karl Kneip nach der Wahl der Listenkandidaten noch hochzufrieden, schießen zwei Bündnisgrüne nun quer. „Im letzten Jahr konnte unser Stadtverband die Anzahl seiner Mitglieder mehr als verdoppeln, so dass wir keine Schwierigkeiten hatten, geeignete Mitglieder für unsere Liste zu gewinnen“, ließ Kneip verlautbaren. Doch das ist genau der Grund, der dem stellvertretenden Stadtverbandssprecher Peter Martschinke die Zornesröte ins Gesicht treibt. „Da tauchen Personen zur Mitgliederversammlung auf, die niemand vorher gesehen hat und werden auf die vorderen Plätze gewählt“, schimpft er in seiner Presseerklärung und erklärt seinen Rücktritt von seinem Amt. „Wo Grün drauf steht, sollte auch Grün drin sein“, erklärt er mit einem Seitenhieb auf die e-mail-Adresse, die gruene@pro-herten lautet.

Martschinke erhält Rückenstärkung durch Elke Marita Stuckel-Lotz. „Ich weiß sicher, dass viele neue Mitglieder mit Pro Herten zu tun haben oder im Dunstkreis von Pro-Herten Joachim Jürgens aufgenommen wurden.“ Für Stuckel-Lotz gleicht dies nicht dem wirklichen Interesse an grün-politischer Arbeit, sondern „es geht um ein Interesse an Machtgefüge, es geht um Pöstchen, um Funktionen.“

Karl Kneip, der zwar auch auf der Internetpräsenz von Pro Herten auftaucht, versteht die ganze Aufregung nicht. „Ich habe nicht die Wahl beeinflusst und auch keine Kandidaten aufgestellt. An der Wahl war ich allenfalls als Protokollführer beteiligt“, erklärt Kneip auf Nachfrage des Sonntagsblatts. „Pro Herten ist nicht der Stadtverband der Grünen und der Stadtverband ist nicht Pro Herten.“ Beide hätten sich nach einigen positiv gelaufenen gemeinsamen Projekten zusammengefunden. Dies werde gegebenenfalls auch bei weiteren Bürgerinitiativen geschehen. Was sein Portrait auf der Internetseite von Pro Herten angehe, hätte dies schon lange gelöscht werden müssen.

Werbe hier