Es ist wohl eines der schwersten Busunglücke der vergangenen Jahre. Dienstagabend kamen 20 Menschen -vorwiegend Senioren -auf der A2 in der Nähe von Hannover ums Leben. Sie hatten eine Kaffeefahrt nach Haltern unternommen und waren auf dem Heimweg nach Hannover. Wie es heißt, soll die Reisegruppe den Prickingshof in Haltern-Sythen besucht haben.
Auch heute gab es noch keine Erkenntnisse über die Ursache. Der Reisebus eines hannoverschen Busunternehmens, der auf der Rückfahrt von dem Ausflug gegen 20.45 Uhr in Flammen aufgegangen war, wurde beschlagnahmt und nach Hannover gebracht. In dem Fahrzeug befanden sich noch die Leichen. Gerichtsmediziner begannen dort mit der Identifizierung der Opfer. Es sei völlig unklar, wer alles in dem Bus gesessen hat, sagte der Chef der Kriminalpolizei Hannover, Thomas Rochell. 20 Senioren starben, weil sie sich nicht rechtzeitig aus dem brennenden Bus befreien konnten. Zwölf weitere Fahrgäste im Alter von 46 bis 79 Jahren und der Busfahrer wurden teils schwer verletzt.
Das Feuer in dem Unglücksbus hat sich nach Angaben des dortigen Polizeipräsidenten „blitzartig und sehr, sehr schnell ausgebreitet“. Bei der genauen Ursache tappt die Feuerwehr noch im Dunkeln. „Wir wissen die Ursache einfach nicht“, sagte Bernd Keitel von der Feuerwehr Hannover. Das Feuer habe sich in dem Hochdeckerbus unter Umständen deshalb so schnell ausbreiten können, weil sich die Flammen wie durch einen Kamineffekt nach oben ausbreiten konnten.
Die Staatsanwaltschaft Hannover leitete ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen unbekannt ein. Polizei und Feuerwehr richteten ein Notfalltelefon unter der Nummer 0800 7313131 und eine Anlaufstelle für Angehörige ein.
Mehr als 150 Feuerwehrleute und Polizeibeamte waren im Einsatz.

