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„Mit glühendem Herzen und klarem Verstand“

Marl (eib). Die Mannschaft steht: Am Donnerstagabend wählten die 55 Delegierten Werner Arndt (95 Prozent Zustimmung) zum SPD-Bürgermeisterkandidaten. Außerdem 25 Ratskandidaten, die Reserveliste und die Huckepackkandidaten.

„Wir haben keine Showtreppe“, ließ der Stadtverbandsvorsitzende Peter Wenzel kleine Spitzen gegen die CDU los, „wir haben aber über 100 Menschen, die ernsthaft Verantwortung in Marl übernehmen wollen“. Werner Arndt (dunkler Anzug, roter Schal) erklärte, er werde „mit glühendem Herzen und klarem Verstand“ dabei sein. „Ich bin die Politik-Alternative in Marl.“

In seiner Vorstellungsrede zeichnete er die bekannten Marler Probleme auf und umriss fünf Handlungsfelder, denen er sein Haupt-Augenmerk widmen wolle. Unter anderem mahnte er an, dass Evonik die Westerweiterung des Chemieparks vorantreiben müsse. Allen Kindern sagte er einen beitragsfreien Kindergartenplatz zu. Das Rathaus sei schon lange keine Denkfabrik mehr, bedauerte Arndt.

Insgesamt eine sehr sachbezogene Vorstellung, ähnlich nüchtern wie die Dekoration des Ratssaal: Kleine Girlande am Rednerpult, rote SPD-Fahne, zwei schreibblattgroße Arndt-Fotos.

Die neuen Kandidaten bedeuten einen radikalen Wandel: Nur acht der derzeit 19 SPD-Ratsmitglieder treten wieder an. Allerdings kehrt auch ein altes zurück: Ex-Bürgermeisterkandidat Jens Vogel. Der derzeitige Fraktionsvorsitzende Michael Groß tritt nicht an. Er will in den Bundestag.

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