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Warum ist für unsere Siedlung kein Geld da?

Marl (eib). Wer mit dem Auto von der Carl-Duisberg-Straße in die Sickingstraße einbiegt, der darf nur 10 km/h fahren. Zu recht: Schlaglöcher so weit das Auge reicht, bröckelnde Bordsteine, unebene Pflasterung. Zehn Meter weiter das gleiche Bild, doch nun darf 30 km/h gefahren werden. Die Bewohner rund um die Straße verstehen das nicht und sind sauer.

Das erfuhren die „Linken“ bei einer Begehung der Siedlung. Radfahrer drohen zu stürzen, Menschen mit Rollator schaffen es kaum über die Straße. Schon vor acht Jahren habe die Stadt versprochen, die Missstände zu beseitigen, beklagten sie sich. Geschehen sei bisher kaum etwas.

Während aber die Bürgermeisterin erklärt habe, für die Ausbesserung der Sickingstraße sei kein Geld da, würden ein paar hundert Meter weiter für die Planung eines Regenrückhaltebeckens 30.000 Euro ausgegeben. Schon drei Jahre seien vergangen, und noch immer nicht habe man mit dem Bau begonnen. „Warum ist dafür Geld da und für uns nicht?“

Kritik der Bewohner gab es auch für die Glas-und Papiercontainer direkt neben dem Spielplatz, so dass manches Papier und manche Scherbe auf dem Spielplatz liegt. Vor allem ältere Bewohner beklagten, dass der Vermieter (Evonik Immobilien) ihnen die Pflege der Vorgärten zumute. Ohne Hilfe könnten sie das gar nicht leisten. Und die koste Geld, das sie gar nicht hätten.

„Alle Bewohner hätten den Eindruck, als würden Rat und Verwaltung ihre Aufmerksamkeit nur auf die Wohngegenden der Privilegierten richten, aber nicht auf die Siedlungen der normalen Menschen“, fasst die „Linke“ ihre Eindrücke zusammen. In der nächsten Ratsperiode wolle man die Probleme der Sickingstraße auf die Tagesordnung setzen, erklärt deren Vorsitzender Wilfried Kunstmann.

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