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Feuerwehr OE: Minister fordert Konsequenzen

Oer-Erkenschwick. In der Feuerwehr ist Ruhe eingekehrt – äußerlich. Doch das Innenministerium fordert jetzt für den Skandal um Aufnahmerituale personelle Konsequenzen. Die auch vor Bürgermeiser Johannes-Joachim Menge nicht Halt machen.

Das Ministerium fordert, dass der neue Wehrführer Peter Duscha gegen seinen Amtsvorgänger Andreas Lux ein Disziplinarverfahren einleitet mit dem Ziel, ihn aus der Feuerwehr auszuschließen. Außerdem muss geprüft werden, ob der Rücktritt des Rapener Löschzugführers Georg Hölscher ausreicht, ober ob er nicht ebenfalls ausgeschlossen werden muss. Gegen den Bruder des Ex-Wehrführers und gegen andere Wehrmitglieder soll ermittelt werden.

Mehrere Mitglieder waren auf den Fotos zu sehen, die von den Ritualen 2002 bis 2007 gemacht worden waren. Darauf waren gefesselte Feuerwehrmänner abgebildet, die mit Wasser abgespritzt und deren Genitalien mit Schuhcreme eingeschmiert wurden.

Die Geschmacklosigkeiten waren öffentlich geworden, nachdem sich eine junge Frau über die Rituale beschwert hatte – und deshalb von der Feuerwehr ausgeschlossen wurde (das Sonntagsblatt berichtete). Erst das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen stellte die Verhältnisse wieder auf die Füße. Daraufhin meldeten sich zahlreiche Feuerwehrmänner „krank“ und gefährdeten sogar den Einsatz der Wehr.

„Führungskräfte oder ehemalige Führungskräfte, die derartige Vorgänge zulassen, dulden oder sich aktiv daran beteiligen, sind bei der Feuerwehr nicht tragbar“, teilte der Ministerialdirigent im NRW-Innenministerium, Wolfgang Düren, nun dem Bürgermeister Johannes-Joachim Menge mit. Das Ministerium sieht sogar eine Mitverantwortung: „Ein Bürgermeister kann seine Verantwortung nicht beim Wehrführer abgeben. Auch wenn bestimmte Gesetze nicht idiotensicher formuliert sind.“

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