Für manche Bürger sind sogar Fallschirmspringer ein Ärgernis
FOTO: Mengedoht
Marl (eib). Jahrzehntelang war er Gegenstand heftiger politischer Diskussionen, jetzt ist er Gegenstand staunender Zuschauer – und damit wird der Flugplatz Loemühle schon wieder Gegenstand der Politik: Er ist ein „Verkehrshindernis“. Und er stört lautstark, wie schon vor Jahrzehnten. Jetzt soll sich Marls Bürgermeisterin einschalten.
Fallschirmspringen ist ein faszinierendes Hobby. Immer öfter bleiben sie auf der Bockholter Straße stehen – zwischen der Startbahn auf der einen Straßenseite und dem Landeplatz der Springer auf der anderen. Dem müssen Grenzen gesetzt werden, meinten Marls Grüne kürzlich im Rat.
Da könne die Stadt nichts machen, so die Antwort der Verwaltung, seit Herbst 2006 werde der Flugplatz von einer privaten GmbH betrieben. Die Bezirksregierung Münster müsse sich mit Beschwerden befassen. Marl sei nicht zuständig und wisse von nichts.
So einfach gehe das nicht, meinen Marls Politiker und unterstützte die Forderungen der Grünen zum Teil. Nun soll die Verwaltung darstellen, im welchem Umfang der Betreiber noch öffentliche Mittel in Anspruch nimmt.
Die Bürgermeisterin soll auf den Betreiber wegen des Fluglärms einwirken und alle gesetzlichen und ordnungspolitischen Möglichkeiten ausschöpfen, um gegen die zunehmenden Belästigungen vorzugehen.
Was genau genommen sogar eine Kritik an der städtischen Volkshochschule bedeutet: Sie bot Fallschirmkurse an. Was aus Sicht der Grünen im Widerspruch steht zum Recht der Bürger auf Ruhe und Gesundheit.

