
Bild: Eine Siedlung, gebaut für die Menschen, die auf Auguste Victoria arbeiten, das ist die Alte Waldsiedlung.
Marl. Die Alte Waldsiedlung in Hamm wird in den nächsten Wochen Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Und vielleicht steht am Ende ein vom Land finanziertes Förderprogramm, um den Stadtteil aufzuwerten. Wie es bereits mit dem Quartiersprogramm Hüls-Süd erfolgreich geschah.
Es geht um das Dreieck zwischen Carl-Duisberg-Straße, Merkelheider Weg und Autobahn A52. Die nebenliegende Zeche AV 3/7 schließt 2015, drei Schulen sind überflüssig und der Marktplatz dümpelt kraftlos vor sich hin.
Im November kommen nun Studenten des Master-Studiengangs Raumplanung (Vertiefung Immobilienmanagement) und sammeln Informationen zur Wohnsituation. Prof. Dr. Michael Nadler, Inhaber des Lehrstuhls Immobilienentwicklung an der Technischen Universität Dortmund will mit den Studenten zusammen bis Frühjahr 2014 „zukunftweisende und umsetzbare Strategien“ für die Entwicklung der Alten Waldsiedlung entwickeln. Man wolle „mit einem zielführenden Quartiersmanagement die Lebens- und Arbeitssituation im Stadtteil verbessern“, so Prof. Nadler. Bürgermeister Werner Arndt sieht das Vorhaben als „wichtiges Signal an die Menschen in Marl-Hamm“.
Bei der Entwicklung von Strategien soll es nicht bleiben. Prof Nadler berichtete den Politikern im Stadtentwicklungsausschuss von Plänen des NRW-Städtebauministeriums, ein Förderprogramm Quartiersentwicklung aufzulegen. Geld gebe es aber nur, wenn die Städte entsprechende Pläne vorlegen könnten – und dazu gehörte eben die Untersuchung, die nun von den Studenten durchgeführt werde.
Unter den Politikern keimte Hoffnung auf: Wird Marl vielleicht „Modell-Kommune“? Die enormen Gelder, die in das Projekt „Hüls-Süd“ geflossen sind, haben jedenfalls dort Wirkung gezeigt. So eine schwierige Situation wie dort gebe es bislang in Marl-Hamm nicht, betonte Arndt.

