Gladbeck. Nachdem ein mit 60.000l Aceton befüllter Kesselwagen in Gladbeck, nahe dem Bahnhof Gelsenkirchen Horst Nord entgleist und Leck geschlagen war, wurde Großalarm ausgelöst, zu dem auch Kräfte des THW Gladbeck/Dorsten und der Werkfeuerwehr aus dem Chemiepark Marl hinzugezogen wurden.
Bereits am Mittwoch Abend war es zu dem Unfall gekommen, dabei rissen an einem mit Aceton beladenen Kesselwagen zwei Achsen ab. Der Waggon stürzte um und schlug Leck, der nachfolgende Wagen sprang aus den Schienen, blieb aber stehen. Durch die Gladbecker Feuerwehr wurde die zunächst auslaufende Flüssigkeit aufgefangen. Einsatzkräfte der Landes- und Bundespolizei sicherten die Unfallstelle weiträumig ab.
Da die Bereitstellung eines leeren Kesselwagens zur Bergung der 45 Tonnen Flüssigkeit direkt am Unfallort nicht möglich war, dichtete die Feuerwehr die Beschädigung am Waggon mit einer Leckpaste provisorisch ab. Die Umfüllung und Bergung des beschädigten Wagens wurde am folgenden Tag durchgeführt.

Bundespolizeibeamte nahmen die Ermittlungen zum Unfallhergang auf.Personen wurden nicht verletzt. Der entstandene Gesamtschaden wird nach erster Schätzung mit 500.000 Euro beziffert.
Zum Umpumpen der beiden Kesselwagen die mit je ca. 60.000l Aceton beladen waren wurden die Experten des TUIS (Transpot Unfall Informations und Hilfeleistungssystem der chemischen Industrie) der Werkfeuerwehr Chemiepark Marl angefordert. In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Gladbeck haben die Kräfte die Ladung in zwei bereitgestellte Kesselwagen umgepumpt. Anschliessend musste der Fahrdraht entfernt werden damit ein Schienenkran die beiden Kesselwagen bergen konnte.

Um die Arbeiten in der Nacht nicht unterbrechen zu müssen und so die Gefahr für die Bevölkerung möglichst schnell zu beseitigen, hat der Notfallmanager der zuständigen DB Netz AG das THW Gladbeck/Dorsten mit der Fachgruppe Beleuchtung angefordert. Diese hat den gesamten Einsatzort ausgeleuchtet damit ein möglichst gefahrloses Arbeiten die ganze Nacht möglich. Da die Arbeiten die ganze Nacht hindurch andauerten wurden etwa 50 eingesetzte Kräfte von Feuerwehr, Polizei, Bundespolizei, DB AG, RBH und THW durch die Küchencrew des THW Gladbeck/Dorsten mit Getränken und einer warmen Mahlzeit versorgt.


