
Herten (mc). Wenn bei Sabine Kirschnik das Handy klingelt, kann sie sicher sein, dass wieder ein Tier in Not geraten ist. Wie letzte Woche. „Kommen Sie schnell, bei uns liegen wilde Katzen im Garten und denen geht es gar nicht gut.“ Die ebenfalls herbeigerufene Tierärztin kann nur noch feststellen, dass die Katze dem Tode näher ist als dem Leben. Es bleibt also nur, die Todesspritze zu setzen, um dem Tier weiteres Leiden zu ersparen. „Das alles kostet natürlich Geld“, stellt die Vorsitzende des Vereins Katzenjammer fest. „Ich lasse in der Regel anschreiben.“ Doch das ist natürlich keine Dauerlösung. Etwa 650 Euro Schulden hat der Verein bei Tierärzten. „Was gut läuft, sind die Futterspenden“, ist die 44-Jährige dankbar. Seit über 20 Jahren kümmert sie sich um in Not geratene Tiere. „Wir haben schon Hunde gerettet und Kleintiere, fahren jeden Tag an die Futterstellen.“ Etwa 80 Tiere betreut Katzenjammer. Ihr Zuhause ist eine Art Gnadenhof für Katzen. Hier leben schwerstkranke Katzen, die sie auch medizinisch versorgt.
18 Mitglieder hat der Verein und Kirschnik möchte, dass es mehr werden. „Wir brauchen jede helfende Hand, zumal ich selbst nicht mehr ganz gesund bin“, wirbt sie für die Mitgliedschaft in ihrem Verein. Tiere von privat nimmt der Verein nicht auf. „Wir haben keine Räumlichkeiten, deswegen nehmen wir auch keine Hunde auf.“
Wer helfen will, kann sich gerne bei Sabine Kirschnikk unter 0179/8036180 melden. Spenden werden bei der Sparkasse Vest, Kontonummer 175026699, Bankleitzahl 426 501 50 entgegen genommen.

