Werbe hier
Veröffentlicht in

Die Vereinigten Staaten von Hillen feiern

Recklinghausen (mc). Wenn der Pfarrgemeindesaal der Liebfrauenkirche Zum „Oster Saalbau“ erklärt wird und immer wieder donnernder Ablaus die Wände zum Erzittern bring, dann kann das nur eines bedeuten: die “Große Hill´sche Karnevalsgesellschaft“ (GROHIKA) feiert. Sie feiert natürlich die fünfte Jahreszeit, aber diesmal zusätzlich etwas ganz besonders: ihr 55-jähriges Jubiläum.

Es ist Herbst 1954. Seit dem Zweiten Weltkrieg sind fast zehn Jahre vergangen und das Leben beginnt, sich zu normalisieren. Dies gilt auch für den Karneval – sowohl im Allgemeinen als auch im Besonderen für die Närrinen und Narren im Recklinghäuser Ortsteil Hillen. Denn hier kochen verschiedene Vereine und Gruppierungen ihr jeweils eigenes Süppchen. Dies soll sich ändern, und so beschließen vier ältere seriöse Herren die Gründung der Grohika.

„Wir feiern Karneval zusammen, wir ziehen alle an einem Strang. Alle Ressourcen werden gebündelt, und mit vereinter, geballter, unverwechselbarer Hillener Kraft wird ab sofort das närrische Volk von Hillen im Liebfrauenstift in närrische Erregung versetzt“, erklärte Ehrenpräsident Heinrich Hüser anläßlich der 55-Jahre-Feier im letzten Herbst den Wunsch der Gründerväter.

Da der erste Präsident, Josef Sandkühler, ganz besonders vom Kölner Karneval angetan war, heißt es „Hillen Alaaf“ und nicht „Helau“, wie sonst in der Gegend üblich.

Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich die Grohika zu einer Karnevalsgesellschaft, die in dieser Form einzigartig in Recklinghauen ist. Seit Beginn wurden sämtliche Programme von „Hillener Eigengewächsen“ gestaltet, das heißt, es wurde nie ein Pfennig oder Cent für Künstler von außerhalb ausgegeben.Und die einheimischen Aktivisten machen ihre Sachen natürlich ehrenamtlich und kostenlos. Die erzielten Überschüsse werden ausnahmslos für die Erhaltung des Pfarrheims sowie für kirchliche und soziale Belange eingesetzt.

Traditionsgemäß wurden auch in diesem Jahr die tollen Tage in den „Vereinigten Staaten von Hillen“ mit dem Seniorenkarneval eröffnet, zu dem sich auch der „Burger-King von Recklinghausen“, Wolfgang Pantförder (mittlerweile 60 Jahre alt), und sein Kollege Ferdinand Zerbst, eingefunden hatten. Ansgar Jöckertitz und Volker Thiel, Präsident und Stellvertreter, leiteten die Sitzung, und die Große Hill´sche Tanzgarde, das Oster Dream Team, die Hillerner Küchenschaben und viele andere brachten den Oster Saalbau (wie immer bis auf den letzten Platz belegt) einmal mehr wieder zum Kochen.

Weiter geht es mit der großen Prunksitzungen am heutigen Samstagabend um 19.15 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr. Hillen Alaaf!!!

Werbe hier