
Herten. Mit 45 von 46 Stimmen bei einer Enthaltung wählten die Delegierten der Stadtverbände von CDU und FDP die parteilose Diplom-Ingenieurin Anke Flemming am Abend zu ihrer Bürgermeisterkandidatin für die Wahlen am 7. Juni 2009. Im Rahmen einer ebenso informativen wie stimmungsvollen Wahlkundgebung in der Scherlebecker Maschinenhalle versprach die 41-Jährige im Beisein auch von vielen unabhängigen Unterstützern, Freunden und Weggefährten, mit aller Kraft für einen Wechsel im Rathaus zu kämpfen.
CDU-Stadtverbandschef Stefan Grave will die parteilose Kandidatin mit all seinen Parteigliederungen rückhaltlos unterstützen. Im Gespräch mit Moderator Vassilios Psaltis versicherte er unter großem Beifall: “Anke Flemming ist die richtige Kandidatin für unsere Stadt. Sie hat Führungsqualitäten und kann Brücken bauen.“
Auch FDP-Chef Thorsten Fajerski steht ohne Abstriche hinter dieser Konstellation: „Wir sehen unsere politischen Ziele durch Anke Flemming rundum gut repräsentiert. In einem schlagkräftigen Bündnis mit der CDU und einer unabhängigen Bürgermeisterkandidatin Flemming können wir die jahrzehntelange SPD-Dominanz beenden und Herten wieder nach vorne bringen.“
In ihrer Rede an die Delegierten warb Flemming für einen neuen Weg in der Hertener Kommunalpolitik: „Mein Hauptziel ist es, den Rückgang der Einwohnerzahlen aufzuhalten und unsere Stadt zu einem Standort für Bildung, Wissenschaft und Forschung auszubauen. Damit wir aus Wissen neue und zukunftssichere Arbeitsplätze schaffen.“ Die momentan herrschende Politik, die sich ihre Schwerpunkte durch das Ausschöpfen bereitstehender Fördertöpfe von Land und Bund diktieren lasse, müsse beendet werden.
Flemming weiter: „Diese Politik ist beliebig und führt dazu, dass Herten im regionalen Wettbewerb keine Rolle spielt. Die begrenzten Ressourcen unserer Stadt müssen wir bündeln und die Arbeit der Stadtverwaltung darauf konzentrieren, Herten zu einer eigenen Marke mit Strahlkraft zu machen, in der man gern wohnt und gern zu Gast ist, weil hier Solidarität und wirtschaftlicher Erfolg keine Gegensätze sind.“
Die Delegierten spendeten der Nominierten minutenlangen Applaus und statten sie schließlich mit einem einstimmigen Votum aus. Erich Hermann, Vorsitzender der Seniorenunion, brachte es auf den Punkt: „Flemming wird es nicht leicht haben. Aber sie hat eine gute Chance, weil sie die richtigen Punkte anspricht, überzeugen kann und ein offenes Ohr für die Menschen hat.“

