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An der Grenze mit der Bibel festgenommen

Dorsten (eib). Ein altes Gebetbuch seiner Familie machte einem 48-jährigen Dorstener wochenlang Probleme: Er wurde in Kasachstan festgehalten, seit er mit dem Buch von dort ausreisen wollte.

Der Dorstener war vor 15 Jahren mit seiner Frau und seinen drei Kindern nach Deutschland gekommen und hatte bei einem Natursteinwerk in Wulfen eine neue Arbeit gefunden. Im Juni reiste er in seine alte Heimat, um den Nachlass seines im Dezember verstorbenen Vaters zu regeln.

Bei der Rückreise dann die Überraschung: Die Familienbibel wurde an der Grenze als Kulturgut angesehen. Ein Gutachten ermittelte inzwischen den Wert mit 5000 Euro. Zunächst durfte der 48-Jährige das Land nicht verlassen. Er kam bei Verwandten unter.

Die Ehefrau erfuhr von dem Problem erst, als ihr Mann nicht auf dem Flugplatz ankam. Der Arbeitgeber bemühte sich vergeblich um die Ausreise. Das Auswärtige Amt hatte Kontakt mit dem Dorstener.

Jetzt gab es einen Strafbefehl über 100 Dollar, das Buch muss im Lande bleiben. Anfang der Woche darf der Steinmetz zurück zu seiner Familie, heißt es.

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