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Herten. Schluss mit „Recalls“, „Mottoshows“ und fiesen Sprüchen von Juroren – beim Global Battle of Bands (GBOB) sucht das ganze Ruhrgebiet die beste Nachwuchsband. Am Samstag, 20. September, wird „Ewald beben“, denn hier werden die Rock-Stars von Morgen gesucht. Für die Newcomerbands gibt es nur zwei Regeln: Selbst geschrieben und live muss die Musik sein. Der besten Band winken im Finale in London 100.000 Dollar. Nach dem Wettbewerb rocken drei bekannte Bands die Heizzentrale und Plattenlabel und Profis aus dem Musikbereich geben Starthilfe für die Musikkarriere.
Das städtische Kulturbüro, das Kulturnetzwerk „ruhrwärts“ und GBOB Germany (Global Battle of Bands) veranstalten „Ewald bebt“ mit weiteren Kooperationspartnern aus der Region, nach 13 Nachwuchsbands aus der Region und einer Kontaktbörse treten ab 20 Uhr „Itchy Poopzkid“ aus Eislingen, „Amplify“ (Hamburg) und „Lost in Youth“ (Beckum) auf.
Los geht es um 13 Uhr mit der Kontaktbörse. „Wir wollen alle in der Region ins Boot holen, die sich mit Nachwuchsförderung beschäftigen, ob Verein, Label oder kommerzieller Hallenbetreiber“, erklärte Bernd Uppena, Leiter des Kulturbüros. Rolf Jansen von der in Essen gegründeten Initiative ruhrwärts ergänzte: „Die Essener Bürokratie ist dabei, eine Kulturhauptstadt von oben zu machen – soll Ruhr 2010 ruhig Leuchttürme bauen, wir kümmern uns um den Strand.“
Raus aus dem heimischen Probenkeller und mit Bass und Schlagzeug rauf auf die große Bühne in der Heizzentrale auf dem alten Zechengelände heißt es also ab 16 Uhr, wenn der GBOB startet und jede Band zwei Songs spielen darf. Alle Nachwuchsbands aus Herten und den umliegenden Ruhrgebietsstädten können sich bewerben und sich so das Ticket zur nächsten Wettbewerbsrunde nach Köln sichern – nur zwei Bedingungen gibt es: keine Coverstücke, kein Playback.
„Wir wollen wieder zurück zu den Wurzeln der eigenen Musik“, sagt Benjamin Kovacs, der für die Durchführung von GBOB in Deutschland und Österreich zuständig ist „In Herten haben wir mit unserem Konzept offene Türen eingerannt. Wir wünschten, andere Städte wären neuen Ideen gegenüber auch so aufgeschlossen.“ Ganz begeistert ist er von der „genialen Location“ und überlegt, im Rahmen von 2010 das GBOB-Deutschlandfinale her zu holen.
Fünf Bands haben sich bereits angemeldet, zwei davon kommen aus Herten. Es braucht kein Demotape, sondern geht nach Reihenfolge des Eingangs der Bewerbungen – fünf sind bisher gemeldet, davon zwei aus Herten und eine aus Recklinghausen. Anmeldungen bei Benjamin Kovacs, www.gbob.de, Tel. (0211) 9729966. Leer geht niemand aus, denn auch wer keine Runde weiter kommt, erhält nach dem Wettbewerb eine schriftliche Bewertung – für Nachwuchsmusiker Gold wert.
Auch „Zechenbaron“ Wolfgang Werner betonte, wie wichtig ihm der kulturelle Aspekt dieser Veranstaltung ist: „Kultur darf in unserer Gesellschaft nicht verloren gehen wie schon die Arbeitsplätze – ob Klassik oder Rock.“ Darum unterstützt er die Aktion, auch wenn es beim ersten Mal vielleicht noch nicht gerammelt voll werde.
Eintrittskarten im Vorverkauf 5 Euro, ab 16 Uhr kosten die Tagestickets am 20. September 6 Euro und ab 19 Uhr 8 Euro. Tickets im Glashaus, im Buchladen Attatroll (RE), an der Hybike-Station Herten, an den ProTicket-Verkaufsstellen und im Internet unter www.proticket.de.

