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Kein Waffenhandel an Marls Bahnhöfen

Marl (eib). Kann man an Marler Bahnhöfen Waffen kaufen? Das ist keine Anfrage aus dem Kriminellen-Milieu, sondern die besorgte Nachfrage der SPD. Die Antwort der Polizei: Nein, jedenfalls hat sie noch nie davon gehört.

Die Recherche war durch ein Missverständnis ausgelöst worden. Klara Heim, die für die Linke im Stadtrat sitzt, hatte sich zum Thema Schießstand in einem Nebengebäude der Ernst-Immel-Realschule zu Wort gemeldet und (wie die Mehrheit des Rates) keinen Einwand gehabt. Kriminelle, so ihre Erklärung, hätten es nicht nötig, in einen Schützenverein einzutreten und ein Jahr zu warte, bis sie einen Waffenberechtigungsschein erhalten, „da sie am Bahnhof illegale Waffen erwerben können“. Was die SPD so verstand, dass es sich um einen Marler Bahnhof handele – und von der Polizei wissen wollte, was an der Sache dran sei.

„Nichts“, erklärte der Polizei-Pressesprecher Andreas Weber. Die Recherche im eigenen Haus habe keinerlei Hinweis ergeben, dass an den Marler Bahn-Haltepunkten Waffen (auch Messer) verkauft würden. Was aber nicht ausschließe, dass sich dort auch Menschen aufhalten, die beispielsweise ein Messer bei sich haben.

Von einem „Waffenhandel“ kann überhaupt keine Regel sein. Klara Heim zeigte sich über das Missverständnis erstaunt. Sie habe eher richtige Bahnhöfe vor Augen gehabt wie Essen oder Dortmund. „Dort gibt es auch das typische Umfeld mit sexuellen Dienstleistungen, Kleindealern und natürlich auch weiteren illegalen Angeboten.“

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