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Besucher belästigt und zu Geschäften gedrängt

Vest (om). Sie tragen Uniform und sollen dafür sorgen, dass Besuchern des Straßenverkehrsamtes zu keinen Geschäften genötigt werden. Seit zwei Wochen im Einsatz, sind die Erfahrungen mit dem Einsatz eines privaten Wachdienstes positiv, berichtet Kreis-Pressesprecher Jochem Manz. Bereits vor Ablauf einer einmonatigen Testphase steht fest, dass der Einsatz verlängert wird.

Stein des Anstoßes waren zum Teil recht dreist auftretende „Verkäufer“, die den Besuchern auf dem Parkplatz der Zulassungsstelle Kennzeichen eines außerhalb des Geländes agierenden Schilderprägers anboten. Die in einer Ausschreibung ermittelten und mit einem Mietvertrag ausgestatteten Unternehmen im Straßenverkehrsamt klagten ihrerseits über Einkommenseinbußen. „Das offene Abwerben von Kunden entspricht nicht den vertraglichen Vereinbarungen mit den ansässigen Schildermachen und bedeutet einen klaren Verstoß gegen das Gesetz“, urteilte der zuständige Fachdienst Immobilienangelegenheiten. Selbst die Wartehalle war für die „Vermittler“ kein Tabu.

„Nachdem Hausverbote – zu Stoßzeiten nur schwer zu kontrollieren und im konkreten Fall noch schwerer umzusetzen – ins Leere liefen, entschloss sich der Kreis Recklinghausen zu einer härteren Gangart: Ein Wachdienst wurde engagiert, freundlich aber bestimmt sorgen zwei Mitarbeiter für Ordnung“, so Manz.

Besucher des Straßenverkehrsamtes reagieren durchweg positiv. Der größte Vorteil aus ihrer Sicht: Sie werden nicht mehr massiv bedrängt und können selbst wählen, welchen Schilderhersteller sie aufsuchen.

Den Kreis kostet die Aktion monatlich knapp 5.000 Euro. „Zufriedene Kunden und Mitarbeiter, die sich wieder ungestört auf ihr ureigenstes Geschäft konzentrieren können, sind die Investition in diese ungewöhnliche Maßnahme wert.“

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