Haltern (om). Die SPD-Fraktion stellt den Antrag, eine Fläche zur Errichtung eines Fotovoltaik-Parks auszuweisen und dafür ein Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplanes „Solarpark Haltern am See“ einzuleiten. Für die Umsetzung des Projektes „Errichtung einer Groß-Fotovoltaikanlage“ sollte die Stadtverwaltung in Kooperation mit den Stadtwerken eine Konzeption entwickeln, die aufzeigt, wie eine solche Anlage finanziert und realisiert werden könnte.
Zur Begründung führen Fraktionsvorsitzender Heinrich Wiengarten und SPD-Ratsmitglied Wolfgang Kaiser aus, dass auch die Seestadt effektiv zum Klimaschutz beitragen und deshalb ökologische Handlungsfelder entwickeln sollte. Die Bundesregierung gibt in ihrem Energie-und Klimaprogramm das Ziel vor, den Anteil der regenerativen Energieträger an der Stromerzeugung zu erhöhen. Auch in Haltern am See sollte angestrebt werden, mindestens 20 Prozent des Strombedarfs aus erneuerbaren Energieträgern zu gewinnen.
Dazu könnte eine Groß-Fotovoltaikanlage in erheblichem Maße beitragen, wie es sie in Nachbarkommunen schon gebe, so die Genossen. In Dülmen läuft ein Verfahren zur Errichtung eines Solarparks. Noch konkreter seien die entsprechenden Planungen in der Gemeinde Nottuln, wo bald auf einer sieben Hektar großen Fläche ein Fotovoltaik-Park mit einer Leistung von 1,2 Megawatt für 4,3 Millionen Euro entstehen soll – zusammen mit den Fotovoltaikanlagen auf zahlreichen Dächern in Nottuln würden dann 20 Prozent des Strombedarfs der Kommune aus Sonnenenergie gewonnen.
„Zur Finanzierung der Anlage in Haltern könnte etwa durch die Stadtwerke ein Fonds aufgelegt werden, für den die Bürger bei fester Verzinsung Anteile zeichnen können“, schlägt die SPD vor.

