Recklinghausen/Region. Seit den frühen Morgenstunden (5. November) läuft in Nordrhein-Westfalen ein groß angelegter Polizeieinsatz gegen organisierte Finanzkriminalität. Unter Federführung der Polizei Recklinghausen wurden zeitgleich auch Maßnahmen in drei weiteren Bundesländern sowie im Ausland, darunter in der Schweiz und in Spanien, umgesetzt.
Die Ermittlungen richten sich gegen sieben Hauptbeschuldigte. Den Tatverdächtigen wird u. a. vorgeworfen, über ein international verzweigtes Firmennetzwerk Gelder gewaschen und unberechtigte Vorsteuererstattungen erlangt zu haben. Der bisher geschätzte Schaden liegt im zweistelligen Millionenbereich. Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass Luxusfahrzeuge unter Umgehung bestehender Sanktionen über Drittstaaten nach Russland ausgeführt wurden.
Bei der Großrazzia wurden rund 60 Objekte durchsucht. Mehrere Haftbefehle und Vermögensarreste in Millionenhöhe sollen vollstreckt werden. Neben Hundertschaften und Spezialeinheiten kommen auch Diensthunde zum Einsatz. Zudem ist das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität NRW in die Durchsuchungen eingebunden.
Weitere Details zu den Maßnahmen wurden mit Hinweis auf das Steuergeheimnis bislang nicht genannt.

