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„Ich gehe, bevor jemand sagt: Endlich“

Recklinghausen (mc). Seine Person ist untrennbar mit der Initiative Süd verbunden: Rudolf Hewuszt. Das wird in Zukunft nicht mehr so sein, denn bei der Mitgliederversammlung am 25. Februar tritt der Vorsitzende nicht mehr zur Wiederwahl an. „Meine Gründe sind persönlicher und sachlicher Natur“, erzählt er gelassen. „Im April werde ich 74 Jahre alt. Das ist ein wesentlicher Aspekt. Ich möchte mehr Zeit mit meiner Frau Anneliese verbringen. Ein anderer Grund ist der, dass das Stadtteilprojekt 'Soziale Stadt' voraussichtlich im Jahr 2012 ausläuft. Da gilt es, jetzt die Weichen für den Übergang zu stellen.“ Viele Dinge seien schon im Gang, auch wenn nicht alles umgesetzt sei. Jetzt komme es darauf an, über 2012 Strukturen zu schaffen, die auch über 2012 tragfähig seien. Auch deswegen sei jetzt der richtige Zeitpunkt, damit eine neue Mannschaft das anpacken könne. „Ich möchte gehen, wenn vielleicht der ein oder andere sagt Schade und nicht erst dann, wenn alle aufstöhnen und sagen endlich.“

Natürlich bleibt der Süder aus Leidenschaft der Interessengemeinschaft treu. Auch wie der neue Vorstand aussehen soll, ist dem alten Vorstand klar. Vor der Mitgliederversammlung will sich Hewuszt aber nicht äußern. Nur soviel: Der siebenköpfige Vorstand soll um vier Beisitzer erweitert werden.

Im Rückblick sieht der Pensionär die Geschichte der Interessengemeinschaft als eine Erfolgsgeschichte. „Wir waren der Motor, Veränderungen herbeizuführen. Seit sieben Jahren ist Süd im Stadtteilprojekt. Mit dem ersten Fördergeld wurde das Projektbüro eingerichtet. Von den insgesamt zur Verfügung gestellten Mitteln von 10,5 Millionen Euro haben wir 4,6 Millionen noch nicht ausgegeben.“ Bislang habe man viel erreicht: Der Umbau des Stadthafens die Renaturierung des Hellbach und des Bärenbachs, das Hallenbad habe ein neues Gesicht, Lichterfest, Kanalfahrten – wenn Hewuszt über das Erreichte spricht, ist er kaum zu bremsen.

Wie es weitergehe, müsse der neue Vorstand entscheiden. „Eins ist klar, es muss immer wieder an einer Intensivierung der Zusammenarbeit gearbeitet werden.“

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