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Neues Integrationszentrum eröffnet

Vest. Gemeinsam ist man stärker – so könnte das Motto des neuen Kommunalen Integrationszentrums im Kreis Recklinghausen heißen, das in Gladbeck eröffnet hat und die Integrationsarbeit in allen zehn Städten vernetzen und fördern soll. Als Auftakt hatte Landrat Cay Süberkrüb die neuen Mitarbeiter eingeladen, um sich gegenseitig kennenzulernen und gemeinsam über die Ziele des neuen Integrationszentrums zu sprechen.

Grundlage für die neue Institution ist das Integrationsgesetz NRWs. Das Land will damit die Integrationsarbeit in den Kommunen fördern. Mit der Zustimmung des Kreistags vom 11. März wurde die Gründung des Kommunalen Integrationszentrums im Kreis Recklinghausen auf den Weg gebracht.

„Die Effekte in der Integrationspolitik werden der Integrationsarbeit im Kreis zugute kommen. Es wäre jedoch sinnvoll gewesen, wenn bei der Bemessung der Stellen für das Kommunale Integrationszentrum die jeweilige Einwohnerzahl, der Migrantenanteil und die regionalen Herausforderungen der Kommune berücksichtigt worden wären. Gleichwohl ist das Kommunale Integrationszentrum eine wichtige und wertvolle Ergänzung der bisherigen kommunalen Aktivitäten in den Bereichen Bildung und Integration, was ich sehr begrüße“, sagte Landrat Cay Süberkrüb. Das Land fördert Kreise und kreisfreie Städte mit jeweils 5,5 Stellen.

Akteure sollen vernetzt werden

Im Kreis Recklinghausen sollen durch die Arbeit des Integrationszentrums die Akteure in den Verwaltungen, bei den freien Trägern und den Migrantenorganisationen vernetzt werden. Die wichtigsten Handlungsfelder der Zentren sind Bildung, Erziehung und Betreuung.

Eine besondere Bedeutung bei der Arbeit der neuen Institution kommt der Integration durch Bildung zu. Über gezielte Angebote von der frühen Förderung bis zum Übergang in den Beruf sollen die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund verbessert werden.

Festgelegt wurden die Handlungsschwerpunkte in einem Konzept des Kreises Recklinghausen, das vom Kreistag beschlossen wurde und die Arbeit des Kommunalen Integrationszentrums für jeweils zwei Jahre festlegt. Auf die Mitarbeiter kommt nun in den nächsten Monaten viel Arbeit zu. Sie werden eine Bestandsaufnahme für den gesamten Kreis Recklinghausen durchführen und in Zusammenarbeit mit den Akteuren vor Ort das Integrationskonzept hinsichtlich einzelner Ziele weiter ausarbeiten. Zugreifen kann das Kommunale Integrationszentrum dabei auf erfahrene Mitarbeiter der bisherigen „Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien“ (RAA) Gladbeck, das bis zum 31. Juli bestand. Wolfgang Krämer ist der Leiter des neuen Kommunalen Integrationszentrums. Neben dem neuen Leiter werden erfahrene Mitarbeiter der Stadt Gladbeck, der Stadt Castrop-Rauxel und der Kreisverwaltung Recklinghausen im Kommunalen Integrationszentrum arbeiten.

Für die Vorarbeiten und bis zur endgültigen Besetzung aller Stellen im Kommunalen Integrationszentrum hat die Stadt Gladbeck ihre Unterstützung zugesagt.

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