Dorsten (eib). Bei den Schul-Ideen muss noch mal gespart werden, bei den übrigen Investitionen hat man sogar noch 1,3 Mio übrig. So ist das in Dorsten mit dem Konjunkturpaket der Bundesregierung. 8,8 Mio kommen hier an, 5 Mio davon gehen in Schulgebäude.
Der Kämmerer der Stadt Dorsten, Wolfgang Quallo, hatte schon mal im Vorfeld aufgelistet, was alles denkbar wäre. Es kamen Wünsche für 30 Millionen zusammen. In der nächsten Woche will er im Hauptausschuss den Politikern eine realistische Liste vorlegen. Was draufsteht, können die sich schon denken: Unter anderem das Schulzentrum Pliesterbecker Straße und die Bonifatiusschule. Nicht aber die Gesamtschule Wulfen, für die es ja schon Förderanträge aus einem anderen Topf gibt.
Dieses (Förder-)Problem trifft auch für die Umnutzung des Zechengeländes zu. Vier Millionen Eigenmittel müsste die Stadt für die 20-Millionen-Maßnahme aufbringen. Aber soll sie das machen? Oder noch ein Jahr warten, und dann eine 70-prozentige Förderung einzukassieren?
Und darf man das Konjunkturprogramm weiterreichen an städtische Gesellschaften? Dann könnte man die Hafenanschlussbahn verlängern, um Containerschiffe entladen zu können. Was ist mit der Ringstraße um Barkenberg, deren Rückbau mit 2 Mio veranschlagt ist. Darf man das, oder steht dem die Bedingung im Wege, beim Straßenbau nur Lärmschutzmaßnahmen finanzieren zu dürfen?
Trotz der vielen Fragen ist sich Quallo sicher, gibt es genug Aufgaben in der Stadt. Nur mit dem Personal gibt es Engpässe. Die Verwaltung ist nicht darauf eingerichtet, in den nächsten zwei Jahren Aufträge für weitere acht Millionen Euro abzuarbeiten. Sondern nur die „üblichen“ drei Millionen.

