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Klinikkapelle als Ausweichquartier

Marl. Das Europäische Klassikfestival Ruhr will 2008 und darüber hinaus mit seiner neuen Programmreihe „Ars musica ad Lupiam – Konzerte in Burgen, Schlössern, Kirchen und Kapellen entlang der Lippe von Hamm bis Wesel“ einen kulturellen Akzent in dem häufig vernachlässigten nördlichen Ruhrgebiet setzen. Gespielt wird in bau-und kulturhistorischen „Schmuckstücken“; so war es auch für das Schloss Gartrop in Hünxe geplant. Leider sind die Restaurierungsarbeiten nicht termingerecht fertig geworden, weshalb das dort für den 6. Juli vorgesehene Konzert kurzfristig in die Kapelle der Paracelsus-Klinik nach Marl verlegt werden musste.

Aber auch diese Kapelle ist ein „Schmuckstück“, das sich mit seiner einzigartigen Atmosphäre, maßgeblich hervorgerufen durch die von Karl Georg Meistermann – dem bekanntesten Glasmaler des 20. Jahrhunderts – gestalteten Kirchenfenster, ausgezeichnet für Konzerte eignet. Das Klassikfestival lädt hier zu einen kammermusikalischen Höhepunkt mit dem ehemaligen Musiker der Philharmonia Hungarica und aktuellem Solocellisten des RSO Frankfurt László Fenyö sowie dem Pianisten Oleg Polianski am Sonntag, 6. Juli, um 17 Uhr ein.

Auf dem Programm, das Fenyö und Polianski im Rahmen des Europäischen Klassikfestivals präsentieren, stehen drei große Cellosonaten von Ludwig van Beethoven (op. 102 Nr.1), Dmitri Schostakowitsch (op. 48) und Johannes Brahms (op. 38). Karten für 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) beim Freundeskreis für Musik und Kunst (Tel. 02365/696823) und unter www.ticketsbycall.de.

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