
Foto: Küchmeister
Vest. Heftige Unwetter, Großbrand, Hochwasser oder andere Katastrophen – es gibt einige Fälle, in denen eine Warnung der Bevölkerung erforderlich ist. Damit das im Ernstfall auch funktioniert, werden zweimal im Jahr die Warnmittel getestet, jeweils am zweiten Donnerstag im März und im September.
Am kommenden Donnerstag, 11. September, um 11 Uhr, findet der nächste Warntag statt. Neben Sirenen gibt es Probe-Warnungen über die App NINA und „Cell Broadcast“. Diese Alarme sollen die Bedeutung der Warnsignale bekannt machen und die Bevölkerung für Notfälle sensibilisieren.
Über Cell Broadcast erhalten alle Menschen eine Warnung auf ihr Handy, wenn es im Mobilfunknetz in NRW angemeldet und geeignet ist. Da es sich um ein Bundeswarnmittel handelt, kann der Kreis Recklinghausen keine technischen Informationen geben. Weitere Infos finden Sie auf der Website des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unter www.bbk.bund.de.
Darüber hinaus wird es auch eine Warnung über die Warn-App NINA geben. Anders als Cell Broadcast bietet NINA auch eine Entwarnung, wenn die Gefahr oder die Sirenenprobe vorbei ist. Über NINA gibt es zusätzliche Informationen, wie Verhaltensempfehlungen, Links und Telefonnummern für Rückfragen. Sven Wehrhagen, Leiter der Kreisleitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst, empfiehlt, NINA als zusätzliche Informationsquelle auf dem Smartphone zu installieren.
Der Warntag hilft Bürgern, sich mit den Sirenensignalen vertraut zu machen. Da der Wiederaufbau des Sirenen-Netzes noch nicht abgeschlossen ist, kann es Bereiche geben, in denen keine Sirenen hörbar sind.
Am Warntag geben die Sirenen um 11 Uhr alle fünf Minuten folgende Signale ab:
1. Signal „Entwarnung“: ein einminütiger, ununterbrochener Heulton
2. Signal „Warnung“: ein einminütiger, auf-und abschwellender, ununterbrochener Heulton
3. Signal „Entwarnung“: ein einminütiger, ununterbrochener Heulton
Das Warnsignal bedeutet Gefahr. Bürger sollten sich im Ernstfall so verhalten:
• Geschlossene Räume aufsuchen
• Fenster und Türen schließen, Lüftungsanlagen ausschalten
• Radio einschalten und Durchsagen beachten, sich online informieren und Nachbarn informieren
• Auf Lautsprecherdurchsagen von Feuerwehr oder Polizei achten
• Die Notrufnummern 110 und 112 nur bei echten Notfällen anrufen
Am 11. September ist es nur ein Probealarm, daher sind diese Vorsichtsmaßnahmen nicht nötig.
Alle Sirenenstandorte im Kreis Recklinghausen sind auch auf einer Karte im Regioplaner hinterlegt:
https://maps.regioplaner.de und dann unter Karten den Pfad: Service -Bevölkerungsschutz -Sirenenstandorte wählen.

