
Bild: Mit dem Rad vom Bahnhof Sinsen zum Rathaus im Stadtzentrum: Eine Kommission prüfte, wie fahrradfreundlich die Stadt ist.
Marl. Ist Marl fahrradfreundlich? Die Mitglieder der „Auswahlkommission der Arbeitsgemeinschaft fußgänger-und fahrradfreundlicher Städte und Gemeinden in NRW (AGFS)“ konnten sich einen Eindruck verschaffen, natürlich auf dem Rad.
Anlass für den Besuch war der Wunsch der Stadt, der Arbeitsgemeinschaft für weitere sieben Jahre anzugehören. Marl gehört immerhin zu den Gründungsmitgliedern und war von der AGFS ermuntert worden, sich für eine weitere Mitgliedschaft zu bewerben.
Vom Bahnhof Sinsen aus ging es unter der Führung von Verkehrsplaner Udo Lutz durch den Nonnenbusch nach Hüls-Süd, zur umgestalteten Bergstraße mit dem neuen Radweg in Hüls und weiter ins Stadtzentrum zum Rathaus.
Hier gab Udo Lutz einen Überblick über das vielfältige Engagement der Stadt zur Förderung des Radverkehrs, von der Anbringung von Schutzstreifen auf den Fahrbahnen über Fahrradtrainings für Schüler bis zu gemeinsamen Aufklärungsaktionen mit der Polizei über die Gefahren des Musikhörens per Kopfhörer beim Radfahren.
Bürgermeister Werner Arndt stellte sich den kritischen Fragen. Marl könne sich keine Sonderprogramme für den Bau und die Erhaltung von Radwegen leisten, Gleichwohl werde die Stadt im kommenden Jahr die Breddenkamp-und die Heisterkampstraße umgestalten und dabei neue Rad-und Fußwege anlegen. Außerdem habe die Stadt Grundstücke am Bahnhofs Marl-Sinsen erworben und könne damit auch die Fahrradstation langfristig sichern. Ein Radwegevorbehaltsnetz habe das Ziel, den Erhalt der wichtigsten Radwege zu sichern und eine Prioritätenliste für die Weiterentwicklung des Radwegenetzes zu erstellen.
Die Entscheidung über die weitere Zugehörigkeit Marls zur Arbeitsgemeinschaft der fahrradfreundlichen Städte fällt Anfang Dezember.

