
Bild: Als Team ein fließendes Wassermolekül darstellen – gar nicht so einfach. Foto: LWL/Seifert
Marl. Dass ein Aufenthalt in der freien Natur Körper und Seele gut tut ist hinlänglich bekannt. Mehr noch -Wald und Flur halten Unmengen an therapeutischen Hilfsmitteln bereit, die Vertrauen fördern, Ängste abbauen und den Teamgeist stärken.
Wie man diese gezielt in einem therapeutischen Prozess einsetzt, erfuhren 20 Mitarbeiter der Kinder-und Jugendpsychiatrien in Marl-Sinsen und Dortmund des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Sie haben erfolgreich an der ersten Fortbildung der „Natur und Umweltschutzakademie NRW“ in Marl teilgenommen und dürfen ab sofort den Titel „Zertifizierter Waldpädagoge“ führen.
In den fünf Fortbildungstagen erlebten die Teilnehmer, wie durch den Aufenthalt in der Natur die Sinne sensibilisiert und die Aufmerksamkeit geschult wird. In unterschiedlichen Spielen, Übungen und kreativen Aufgaben zeigten die Waldpädagoginnen Susanne Stahlschmidt und Andrea Hirsch Beispiele, wie Kreativität und Phantasie (nicht nur) bei Kindern und Jugendlichen entfacht, Stärken und Schwächen erfahrbar und soziale Kompetenzen gefördert werden. „Die blinde Karawane“, ein Spiel, in dem alle Mitspieler mit verbundenen Augen Waldpfade und Vegetation erkunden stand genauso auf dem Plan wie das Darstellen von fließenden Wassermolekülen mittels Menschenketten oder die Erkundung der unterschiedlichen Lebensräume und Vegetationen im Wald. Kulinarischer Höhepunkt waren die über dem offenen Feuer zubereiteten und in dieser Form noch unbekannten Speisen wie frittierte Brennnesselchips, Salbeimäuschen und das im Topf gebackene Brot.

