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Montessori statt Matthäus

Bild: Der Schulhof im Jahr 1966.

Dorsten. Die Montessori-Schule zieht so bald nicht in einen Neubau, der Trägerverein hat seine Pläne zurückgestellt, stattdessen zieht ein Teil, nämlich die Realschule, nach den Sommerferien in die Matthäusschule in Wulfen. Der Mietvertrag wurde auf drei Jahre geschlossen.

Seit Jahren gibt es große Pläne, nämlich einen kreativen Schulneubau auf dem früheren Freibadgelände in Holsterhausen. Doch die Umsetzung kommt nicht voran (das Sonntagsblatt berichtete).

Der Druck wurde groß, als nach der 2007 gegründeten Grundschule (die in der alten Martin-Luther-Schule in Holsterhausen untergebracht ist und dort auch bis auf weiteres bleibt) im Jahr 2010 die Montessori-Realschule gestartet wurde. Inzwischen gibt es drei Klassen, im Sommer kommt die vierte dazu.

Schon einmal (2009) hatte die Stadt die Matthäusschule als Gebäude angeboten, doch der Montessori-Verein mochte nicht, das Gebäude entspreche nicht ihren Vorstellungen. 2011 wurde die Wulfener Hauptschule aufgelöst, zurzeit nutzt die Gesamtschule das Gebäude als Ausweichquartier während der Sanierungsarbeiten.

Jetzt haben sich der Verein und die Stadt geeinigt. Die Realschule hatte auch nur ein Notquartier im Wulfener Gewerbegebiet. Eigentlich war das nur für ein Jahr geplant, inzwischen sind dort 120 qm Container angemietet. Doch ab dem Sommer geht es nicht mehr. Die 75 Kinder werden dann in den Klassentrakt an der Dülmener Straße einziehen und den jüngeren Anbau (Aula, Verwaltung, naturwissenschaftliche Räume) sowie die Turnhalle übernehmen. Die Reparaturarbeiten macht der Verein selber: Fünf Firmen und hundert Eltern, das würde schon klappen, meint Heinz-Werner Gödde vom Montessori-Verein.

Auch dieser Standort wird wohl wieder nur eine Zwischenstation. Für die Vorstellungen des Vereins ist das Gebäude zu alt. Vielleicht kommt ja ein anderes Schulgebäude in Dorsten in Frage. Der Entwicklungsplan der Stadt wird zeigen, was möglich ist.

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