Werbe hier
Veröffentlicht in

Marl: Die Kastanien sollen zurück

Marl. Es war einmal ein prächtiger Park mit eindrucksvollen Rosskastanien. Dann kam das Bakterium „Pseudomonas syringae“ und jetzt wird der Alte Friedhof in Brassert von einer öden Wiese dominiert, an deren Ende das Europäische Friedenshaus steht. Nun soll bei den Bürgern gesammelt werden für neue Bäume.

Im Frühjahr waren die Bäume unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen gefällt und entfernt worden (Marl Aktuell berichtete). Denn die Bakterien sind höchst gefährlich. Sie werden von Wind und Vögeln von Baum zu Baum getragen, verursachen Risse, durch die Pilze eindringen, die Äste verlieren ihre Versorgungswege, sterben ab, fallen ab. Ein halbes Hundert Bäume verschwanden aus dem Park.

Sie sollen jetzt durch Esskastanien ersetzt werden, das ist eine andere Art als Rosskastanien. Sie werden von den Bakterien nicht befallen. 200 Euro kostet so ein acht Meter hoher Jungbaum. Er kann 500 Jahre alt werden und bis zu 35 Meter hoch.

Der Zentrale Betriebshof möchte bis Mai 2013 genau 48 davon pflanzen, im Abstand von acht Metern links und rechts vom Hauptweg, der vom Tor Sickingmühler Straße mit einem Knick auf das Friedenshaus hin führt.

Die erste Spendenzusage ist bereits von Gelsenwasser eingetroffen, von RWE liege eine „wohlwollende Reaktion“ vor, so die Verwaltung. Bürgermeister Werner Arndt will einen Baum spenden, der Grunflächenausschuss einen weiteren.

Aber in Marl sind noch weitere Bäume gefährdet, berichtet die scheidende Leiterin des Grünflächenamtes, Cordula Thume. Mit weiteren Fällungen sei zu rechnen.

Bürger können spenden auf das Konto 600 604 23 der Stadt Marl bei der Sparkasse Vest (BLZ 426 501 50) unter dem Stichwort „Kassenkonto A 503 2325 – Allee Alter Friedhof Brassert“. Aus rechtlichen Gründen kann die Stadt keine Spendenquittungen ausstellen (Infos: 02365/99-2782).

Werbe hier